Domaine Durieu - Plan de Dieu Henri Durie Côte-du-Rhône Village 2024

Domaine Durieu - Plan de Dieu Henri Durie Côte-du-Rhône Village 2024

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Domaine Durieu
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Weingut
Im Jahr 2009 übernahmen die Brüder François und Vincent Durieu das elterliche Weingut in Châteauneuf-du-Pape und leiteten einen radikalen Stilwandel ein. Der Vater hatte auf ehemals 100 ha hauptsächlich Fassweine für die Genossenschaften produziert – François und Vincent reduzierten die Fläche auf 60 ha und setzten auf eine völlig neue Philosophie. François, der zuvor einige Jahre ein Fine Dining Restaurant mit einer Weinkarte von rund 4.000 Positionen betrieb, und Vincent sind Liebhaber des burgundischen Weinstils und streben elegante, geschliffene Weine mit eher heller Farbe und weniger Tannin an. Deshalb ist so gut wie kein Holz im Einsatz und der Anteil Syrah in den Cuvées wird bewusst klein gehalten. Im 2022 neu gebauten Keller, in dem mit Gravitation gearbeitet wird, setzen sie auf Betontanks und zum Teil Amphoren – nur die Basisweine vergären in Foudres. Der Plan de Dieu Henri Durieu ist der Villages-Wein des Hauses und trägt den Namen des Vaters – eine Hommage an die Familientradition, die François und Vincent stilistisch zwar hinter sich gelassen haben, deren Fundament sie aber ehren. Der Domaine Durieu Plan de Dieu Henri Durieu ist eine Cuvée aus 60 % Grenache, 30 % Cinsault, 5 % Mourvèdre und 5 % Syrah, 18 Monate in Beton gereift – ein moderner Côtes du Rhône Villages von seidiger Eleganz und bemerkenswerter Tiefe.

Lage
Die Grenache, Cinsault, Mourvèdre und Syrah Trauben für den Plan de Dieu Henri Durieu stammen aus der AOC Côtes du Rhône Villages Plan de Dieu – einem der renommiertesten Villages-Terroirs der südlichen Rhône, dessen Name „Gottes Ebene" auf die Qualität dieses Fleckens Erde verweist. Plan de Dieu liegt zwischen Orange, Châteauneuf-du-Pape und den Dentelles de Montmirail und profitiert von einem Mikroklima, das durch den Mistral und die Nähe zu den Hügelketten geprägt ist. Die Böden bestehen aus Lehm-Kalk mit einer Auflage großer Kieselsteine – den berühmten Galets, die auch die benachbarte AOC Châteauneuf-du-Pape weltberühmt gemacht haben. Die Galets speichern tagsüber die Sonnenwärme und geben sie nachts an die Reben zurück, was eine vollständige Reifung der Trauben fördert, während der Lehm-Kalk-Untergrund Feuchtigkeit hält und dem Wein Frische und Struktur verleiht. Die Parallelen zu Châteauneuf-du-Pape sind kein Zufall: Plan de Dieu teilt geologische Merkmale mit der prestigeträchtigeren Nachbarappellation, bietet aber einen eigenständigen Charakter, der durch die flachere Topographie und die leicht unterschiedliche Bodenstruktur geprägt ist. Die Cuvée setzt mit 60 % Grenache und 30 % Cinsault bewusst auf Frucht, Geschmeidigkeit und seidige Textur, während Mourvèdre und Syrah mit je 5 % dezente Struktur und pfeffrige Würze beisteuern. Die Kombination aus den Lehm-Kalk-Böden mit Galets-Auflage, dem Villages-Terroir Plan de Dieu und der Grenache-Cinsault-dominierten Assemblage verleiht diesem Henri Durieu seinen charaktervollen Charakter – burgundische Eleganz auf Rhône-Terroir, AOC Côtes du Rhône Villages Plan de Dieu.

Herstellung
François und Vincent Durieu vinifizieren den Plan de Dieu Henri Durieu im 2022 neu gebauten Gravitationskeller mit einer Methode, die ihre burgundische Stilistik konsequent auf das Villages-Terroir überträgt. Die 4 Rebsorten werden von Hand geerntet und nach dem gravitativen Befüllen der Gärbehälter über 25 Tage mazeriert – 5 Tage länger als beim Einstiegs-Côtes du Rhône Pont de Pierres, was die größere Tiefe und Struktur dieses Villages-Weins widerspiegelt. Die Mazeration wird von einem täglichen Pigeage begleitet – dem händischen Unterstoßen des Tresterhuts, einer Technik, die aus dem Burgund stammt und eine besonders sanfte, gleichmäßige Extraktion fördert. Anschließend reift der Henri Durieu 18 Monate in Betontanks – eine deutlich längere Reifezeit als beim Pont de Pierres und ein klares Zeichen für den höheren Anspruch dieses Villages-Weins. Der Beton ist ein inertes Material, das dem Wein keine eigenen Aromen aufprägt und die reine Frucht sowie den Terroircharakter der Galets-Böden ungefiltert bewahrt. Der Verzicht auf Holz ist auch bei diesem anspruchsvolleren Wein konsequent: Die Durieus vertrauen darauf, dass 18 Monate Beton dem Grenache-Cinsault-Blend die nötige Reife und Integration verleihen, ohne die seidige Textur und die helle Farbgebung zu kompromittieren. Eine leichte Filtration vor der Abfüllung rundet die Vinifikation ab. Handlese, 25 Tage Mazeration mit täglichem Pigeage und 18 Monate Betonausbau entwickeln einen Villages-Wein von seidiger Tiefe und burgundischer Finesse – François und Vincent Durieu, Domaine Durieu, Châteauneuf-du-Pape, 14,5 % Vol.

Verkostungsnotiz
Im Glas zeigt sich der Plan de Dieu Henri Durieu in einer karmesinroten Farbe mit rubinrotem Schimmer – eine eher helle Farbgebung, die den burgundischen Ansatz der Durieus auch auf Villages-Niveau sofort signalisiert. In der Nase entfaltet sich ein komplexes Bouquet: Moschus und Lakritz verbinden sich mit aromatischen Noten der Garrigue und umhüllen ein Bukett schwarzer Früchte – wilde Brombeere und reife Kirsche bilden ein saftiges Fruchtfundament von größerer Tiefe und Konzentration als beim Pont de Pierres. Die 18-monatige Betonreife hat die Aromen feiner verwoben und dem Bouquet eine zusätzliche Komplexitätsebene verliehen. Am Gaumen zeigt sich der Domaine Durieu Plan de Dieu Henri Durieu mit einer sehr offenen Aromatik, die trotz der Galets-Böden und der Nähe zu Châteauneuf-du-Pape die burgundische Finesse niemals aus den Augen verliert. Der Mittelteil enthüllt feine Säure, die dem Wein Spannung und Lebendigkeit verleiht. Die Textur ist seidig, mit geschmeidigen, dezenten Tanninen – der hohe 30-%-Cinsault-Anteil und das tägliche Pigeage erzeugen ein Mundgefühl von fast burgundischer Geschmeidigkeit. Feine pfeffrige Noten von der Syrah und eine dezente Erdigkeit vom Mourvèdre überziehen den Gaumen und enden in einem edlen, lang anhaltenden Finish. Ein Wein von Domaine Durieu – Plan de Dieu Henri Durieu, 60 % Grenache, 30 % Cinsault, 5 % Mourvèdre, 5 % Syrah, Pigeage, 18 Monate Beton, AOC Côtes du Rhône Villages Plan de Dieu.

Speiseempfehlung
Die seidige Tiefe und die 18-monatige Betonreife des Plan de Dieu Henri Durieu machen diesen Villages-Wein zu einem Begleiter, der gehaltvollere Gerichte verlangt als der Pont de Pierres und mit seiner burgundischen Finesse auch zu feiner Küche eine eigenständige Rolle übernimmt. Besonders harmonisch zeigt er sich zu einem Carré d'Agneau mit Kräutern der Provence, wo die Garrigue-Noten und die Brombeerfrucht des Weins die Röstaromen des Lamms aufnehmen und die seidigen Tannine das Fett des Fleisches elegant schneiden. Ebenso empfehlenswert ist die Kombination mit einer geschmorten Rinderschulter mit Oliven und Rosmarin, einer Daurade im Ganzen aus dem Ofen mit Fenchel oder einem Osso Buco Provençale. Zu Wildgerichten wie einer Perlhuhnbrust auf Linsenragout oder einer Wachtel mit Trauben entfaltet der Henri Durieu seine volle Tiefe und Komplexität. Gereifter Comté, ein Saint-Nectaire oder ein kräftiger Picodon bilden einen würdigen Abschluss, bei dem die Lakritzwürze und die dunkle Frucht die Salzigkeit des Käses aufnehmen. 60 % Grenache, 30 % Cinsault, Galets-Terroir, 18 Monate Betonausbau und die burgundische Vision der Brüder Durieu – eine Hommage an den Vater Henri. Serviert bei etwa 14–16 °C.