Kategorie: Jean Fery

Domaine Jean Féry – Bio-Burgunder aus 90 Lagen

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Domaine Jean Féry – Burgund in seiner schönsten Form

Keine Weinregion ist derzeit so en vogue wie Burgund. Es ist Taktgeber, Vorbild und Sehnsuchtsort für Weinliebhaber auf der ganzen Welt. Hier liegt der Ursprung des Spätburgunders – der königlichen und notorisch anspruchsvollen Rebsorte, die in Burgund zur Perfektion gelangt. Diese einzigartige Qualität äußert sich nicht in schierer Kraft oder Volumen, sondern in fein übereinander gelagerten, komplexen Schichten, die sich dem Genießer im großen Glas Stück für Stück enthüllen. Die besten Exemplare haben ein Reifepotenzial, das an den Riesling heranreicht.

Auch der Chardonnay zeigt im Burgund seine beeindruckende Klasse und Vielseitigkeit – vom mineralisch-präzisen Chablis über den eleganten, fassgereiften Côte de Beaune bis hin zum fast exotisch anmutenden Mâconnais. Die Winzerinnen und Winzer der Region beherrschen ihr Handwerk meisterhaft, wie die perfekte Balance zwischen Reife und Säure in den Weinen beweist. Ein weiterer Trumpf ist der gekonnte Einsatz von Holzfässern, die von renommierten Tonnellerien der Region stammen und selbst als Weltklasse gelten.

Ergänzt werden Pinot Noir und Chardonnay von der Rebsorte Aligoté, die stets dezente, schlanke und betont frische Weißweine hervorbringt.

Das burgundische System der Lagenklassifizierung, die die Weinberge nach ihrem natürlichen Potenzial einteilt, wird weltweit kopiert. Die Idee, dass die Herkunft geschmacklich den Einfluss der Rebsorte schlägt, hat hier ihren Ursprung genommen. Kleinteilig ist die Region kartografiert und jedes Dorf, jede Premier Cru und Grand Cru Lage bringt ihren Charakter in die Weine ein. Das liegt auch an den vom Kalk dominierten Böden, die je nach Lage unterschiedlich in Dicke, Härte, Durchlässigkeit, Farbe und Tonanteilen ausfallen und zur geschmacklichen Vielfalt in den Weinen beitragen.

Die Geschichte – Von der Johannisbeere zum Grand Cru

Die Geschichte der Domaine Jean Féry im malerischen Dorf Échevronne, nahe Savigny-lès-Beaune, ist eine der ungewöhnlichsten im Burgund. Das Weingut wurde 1922 von Urgroßvater Louis Jacob gegründet. Der visionäre Unternehmer war Produzent und Händler roter Früchte – hauptsächlich schwarze Johannisbeeren und Himbeeren –, die sogar in Chanels berühmter N°5 und der berühmten Crème de Cassis Verwendung fanden. Motiviert durch seinen Erfolg erwarb er Weinberge in Savigny-lès-Beaune und Pernand-Vergelesses.

Seine Tochter Marcelle und ihr Mann Jean Féry entwickelten das Weingeschäft weiter und erweiterten die Rebfläche auf 6 ha. Marcelle war 1945 zudem eine der ersten Önologinnen Frankreichs und trug durch ihre Arbeit zur offiziellen Anerkennung der AOC Bourgogne Hautes-Côtes de Beaune und Hautes-Côtes de Nuits bei.

1989 stieg Sohn Jean-Louis mit in den Betrieb ein und begann konsequent mit dem Erwerb von Rebflächen in den renommiertesten Lagen des Burgunds: von Gevrey-Chambertin nach Puligny-Montrachet, Aloxe-Corton, Morey-Saint-Denis, Chassagne-Montrachet, Corton-Charlemagne, Meursault, Rully, Givry, Savigny-lès-Beaune, Pernand-Vergelesses, Chambolle-Musigny und Vosne-Romanée.

Seit 2011 sind die Weine von Jean Féry BIO-zertifiziert und das Familienweingut glänzt heute mit insgesamt 32 ha Weinbergen, die sich auf 90 der renommiertesten Lagen im Burgund verteilen. Seit 2022 wird das Weingut von den Söhnen Frédéric und Laurent geleitet. Einige Lagen befinden sich noch in der Umstellung – ab Jahrgang 2024 sollen alle Weine BIO-zertifiziert sein.

Philosophie – Die Rebe als „Dame von hoher Klasse"

Jean Féry hat früh erkannt, dass Qualität im Weinberg entsteht. Dementsprechend wurden die Grundsätze des ökologischen Landbaus angenommen und konsequent umgesetzt. Die Rebe bedeutet für das Weingut „eine Dame von hoher Klasse": Ihre Entwicklung erfordert Zeit und Pflege, die den verschiedenen Jahreszeiten angepasst sind. Je älter die Rebe, desto besser offenbart sie das Potenzial des Bodens.

Die Bodenbearbeitung erfolgt sehr schonend mit Pferd. Die Domaine Jean Féry besitzt tatsächlich keinen Traktor.

Die gleiche Vision verfolgt das Weingut auch im Keller. Es geht darum, den Weinen die größtmögliche Sorgfalt zu widmen und gleichzeitig die Eingriffe auf ein Minimum zu beschränken, um die notwendige Vitalität der Weine zu gewährleisten. Die Trauben werden ausschließlich von Hand gelesen, in Kisten gelegt, um eine Verdichtung oder Quetschung zu vermeiden, und schnell ins Weingut transportiert. Dort werden sie auf einem Sortiertisch sorgfältig selektiert, entrappt und durch die Schwerkraft weiterbewegt.

Die Weine werden traditionell in offenen Zement- oder Holzfässern vergoren. Wein reagiert empfindlich auf Witterungsveränderungen – daher überwacht Jean Féry diese mit größter Sorgfalt, um zu bestimmen, welche Maßnahmen zu ergreifen sind. Der Abstich erfolgt zum Beispiel, wenn der Luftdruck niedrig ist, um eine optimale Trennung der Hefe zu ermöglichen.

Bei der Herstellung und Reifung von Burgunderwein dreht sich alles um Zeit. Sobald die Gärungsphase abgeschlossen ist, wird der Prozess mit der Reifung in besten Eichenholzfässern fortgesetzt. Bei den Weißweinen erfolgt der Abstich und die Filtration nach einem Jahr, bei den Rotweinen in der Regel nach eineinhalb Jahren. Erst kurz vor der Abfüllung werden die Weine geschwefelt.

Die Rotweinbereitung

Die Rotweinbereitung folgt in der Regel in drei Schritten: Zunächst eine Kaltmazeration vor der Gärung (4–5 Tage bei maximal 10 °C), dann die alkoholische Gärung mit wilden Hefen, und schließlich eine Mazeration nach der Gärung, bei der die Temperatur auf 28–30 °C angehoben wird. In der gesamten Zeit erfolgt einmal täglich ein Unterstechen des Maischekuchens. Die Mazeration dauert bei den Rotweinen ca. 5–7 Tage.

Die Weißweine

Aligoté – Bourgogne Aligoté (BIO-Umstellung)

  • Lage: Les Grillots in Givry (Côte Chalonnaise, 1,33 ha, S/O-Ausrichtung)
  • Boden: Ton, Kalk
  • Ausbau: 12 Monate im 228-Liter-Barrique, anschließend 3 Monate im Edelstahltank

In Kurzform kann man Aligoté als kleinen Bruder des Chardonnays beschreiben. Leichter in der Struktur, dezenter im Duft, knackiger in der Säure und generell ganz ohne den Einsatz von Holzfässern ausgebaut. Aligoté-Weine werden in der Regel jung getrunken und sind der Inbegriff des Bistroweins. Er lässt sich unkompliziert zum Essen kombinieren, da er die Gerichte untermalt, ohne selbst unsichtbar zu werden. Man kann ihn auch einfach so trinken – um den Appetit anzuregen oder wenn man Lust auf ein animierendes Glas Weißwein hat.

Chardonnay – Bourgogne Hautes-Côtes de Beaune (BIO-Umstellung)

  • Lage: La Lome des Amoureux („Die Schlucht der Liebenden") oberhalb von Beaune (0,93 ha, S/W- und N/W-Ausrichtung, 300–400 m)
  • Plots: Le Clou, Les Pins und La Petite Heulée werden getrennt gelesen und vergoren
  • Boden: Ton, Kalk
  • Ausbau: 12 Monate zu 80 % im 228-Liter-Barrique (15 % neu) und 20 % in Amphoren, anschließend 4 Monate im Edelstahltank

Wie schon der Name „Hautes-Côtes" verrät, liegt diese Appellation höher als die Côte de Beaune. Höher heißt kühler – und damit ist die Region der Gewinner des Klimawandels. Kein Wunder, dass hier die großen Häuser investieren und versuchen, noch Weinberge zu ergattern. Wie in der Côte de Beaune fokussiert man sich auch hier auf die Rebsorte Chardonnay, zudem sind die Lagen in dieser Region nicht klassifiziert. Damit ist diese Subregion die Fundgrube für Weinfreunde, die den Charme eines echten Burgunders suchen, aber nicht ganz so tief in die Tasche greifen wollen. Der Weinstil ist eleganter, feingliedriger, hat aber trotzdem den mineralischen Kern, den man in einem echten Burgunder sucht.

Rully 1er Cru (BIO-Umstellung)

  • Lage: Vauvry & Les Cloux (0,6 ha)
  • Boden: Ton, Kalk
  • Ausbau: 16 Monate im 228-Liter-Barrique (20 % neu)

Südlich der Côte de Beaune schließt sich die Côte Chalonnaise an, wo der berühmte Kalkstein nicht mehr so konzentriert und monolithisch auftritt wie an der Côte d'Or. In dieser Region liegt das Dorf Rully, wo in bemerkenswerten Lagen – bis hin zum Premier Cru – Chardonnay und Pinot Noir angebaut wird. Die besten Weinberge befinden sich an den Hängen rund um Rully auf einer Höhe von 200 bis 300 m und sind von Lehm und Kalkstein geprägt. Besonders die Weißweine aus Rully stellen eine hervorragende, erschwinglichere Alternative zu den prestigeträchtigen Weinen der Côte de Beaune dar. Sie sind etwas weniger dicht gewoben, zeichnen sich durch ein elegantes Zusammenspiel aus Mineralität, feiner Frucht und moderatem Holzeinsatz aus. Beim ersten Hineinriechen ist klar: Hier ist man in Burgund.

Givry 1er Cru (BIO-Umstellung)

  • Lage: Les Grands Prétans (Côte Chalonnaise, 0,20 ha, S/O-Ausrichtung)
  • Boden: Ton, Kalk, Kiesel
  • Ausbau: 16 Monate im 228- und im 400-Liter-Barrique (28 % neu)

Givry liegt in der Côte Chalonnaise, im südlichen, wärmeren Teil Burgunds. In der Gemarkung dominiert der Pinot Noir, aber es gibt eben auch feine Chardonnays. Der Kalkstein tritt nicht mehr so konzentriert auf wie beim nördlichen Nachbarn – dadurch präsentieren sich die Weine aus Givry insgesamt offener und zugänglicher. Das Aromenspektrum des hiesigen Chardonnays changiert in Richtung Birne, Zitronenzeste und Haselnüsse. Im Vergleich zu den Weinen aus dem Norden haben die Weine einen weniger mineralisch-festen Kern. Durch einen deutlich zurückhaltenderen Einsatz von neuem Holz sind sie eleganter und weniger von Röstaromen geprägt. Wer also einen eleganten sowie charmanten Burgunder sucht, wird in Givry fündig und kann sich dazu auf ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis freuen.

Meursault (BIO)

  • Lage: Les Narvaux (0,41 ha, S/SW-Ausrichtung, liegt oberhalb der beiden 1er Cru Lagen Genevrières und Poruzot)
  • Boden: Kiesel, Kalk, Ton
  • Ausbau: 14 Monate im 228-Liter-Barrique (60 % neu)

Es gibt drei Top-Gemarkungen in der Côte de Beaune: Puligny-Montrachet, Chassagne-Montrachet und Meursault. Hier kommt der harte Kalkstein, der in Nuits-Saint-Georges in der Tiefe verschwindet, wieder zum Vorschein. Er bietet dem Chardonnay die Möglichkeit, sein mineralisches Rückgrat zu entwickeln. Von den drei berühmten Dorflagen fallen die Weine aus Meursault am hedonistischsten und voluminösesten aus. Meursault ist der „mit dem Fleisch auf den Rippen" – mit dem Extra an Schmelz und Textur. Kein anderer Chardonnay entwickelt mit Flaschenreife diesen unnachahmlichen Duft von Nussbutter und Sahnekaramell. Dazu kommen Aromen von gerösteten Haselnüssen, frischer Rohmilchbutter, Lindenblüten und Feuerstein. Ein Meursault changiert zwischen barocken Rundungen, mineralisch-festem Kern und Frische. Ein Genussfeuerwerk, das weltweit seine Liebhaber findet und deshalb stets seinen Preis hat.

Puligny-Montrachet (BIO)

  • Lage: Les Nosroyes (S/O-Ausrichtung)
  • Boden: Kies, Ton, Kalk
  • Ausbau: 12 Monate im 228-Liter-Barrique (20 % neu) und anschließend 5 Monate im Edelstahltank

Südlich von Meursault schließt sich Puligny-Montrachet an, das sich mit Chassagne-Montrachet den berühmten Grand Cru „Montrachet" teilt. Wer auf die Weinbaukarte blickt, entdeckt zwischen den berühmten Lagen viele unbewachsene Stellen. Hier tritt der harte Kalkstein, den man sonst aus der Côte de Nuits kennt, an die Oberfläche. Manche Stellen sind so unwirtlich für die Reben, dass hier nur Gebüsch wächst. „Montrachet" bedeutet übersetzt „Der Berg, auf dem nichts wächst". Hier dominiert der Chardonnay auf nach Osten ausgerichteten Hängen, die von 220 m bis 400 m Höhe reichen. Typisch für die Dorflagen in der Ebene ist der höhere Grundwasserspiegel. Ein Puligny ist immer besonders duftig, mit Noten von weißen Blüten, frischem Apfel, Zitronenzesten, Feuerstein und Marzipan. Mit Flaschenreife kommen buttrige Noten hinzu, die an ein frisch gebackenes Buttercroissant erinnern. In der Textur bleibt ein Puligny stets straff, elegant und mit einem fein-mineralischen Rückgrat.

Chassagne-Montrachet 1er Cru (BIO)

  • Lage: Abbaye de Morgeot (1,15 ha, O/SO-Ausrichtung)
  • Boden: Kalkmergel, Kiesel
  • Ausbau: 11 Monate im 228-Liter-Barrique und anschließend 5 Monate im Edelstahltank

Die Böden werden hier wieder komplexer. An der Grenze zu Puligny-Montrachet und oben am Hang findet man den harten Kalkstein, den man aus der Côte de Nuits kennt. Hier befinden sich Marmorsteinbrüche, die eine Art Kliff bilden. Aus ihnen wurden die rosa- und beigefarbenen Steinplatten geschlagen, die im Louvre verbaut wurden. Weiter südlich wird die Textur der Böden weicher und vermischt sich mit Mergel und Ton. Ein Chassagne wirkt immer etwas breitschultriger als ein Puligny, aber niemals so üppig wie ein Meursault. Er zeigt Aromen von Weißdorn, Akazie, reifer Birne, Honig, Butter, gerösteten Haselnüssen und eine ausgeprägte Mineralität, die an Feuerstein erinnert. Am Gaumen verbinden sich Fleischigkeit, Frische und Eleganz auf unnachahmliche Weise.

Die Rotweine

Bourgogne Pinot Noir (BIO-Umstellung)

  • Lage: Le Paquier des Chênes (Côte de Nuits, 0,55 ha, Ost-Ausrichtung)
  • Boden: Ton, Sand, Kalk
  • Ausbau: 12 Monate im 228-Liter-Barrique, anschließend 4 Monate im Edelstahltank

Die Lagenkarte der Côte d'Or zeigt, dass die im Norden liegende, für Rotwein berühmte Subregion Côte de Nuits vergleichsweise schmal ist. Der hier dominierende, besonders harte Kalkstein verleiht der Region ihre definierte, vor kühlenden Einflüssen geschützte Topographie. Die Côte de Beaune, in der Chardonnay zur Perfektion reift, aber auch Pinot Noir wächst, ist von weicherem Kalkstein geprägt. Dieser wurde immer wieder von Flussbetten durchtrennt und gewährt so kühleren Einflüssen Zutritt.

Vergleicht man Pinot Noir aus der Côte de Nuits mit dem der Côte de Beaune, werden deutliche Unterschiede erkennbar. In der Côte de Nuits zeigt der Pinot Noir eine dunklere Farbe und tiefere Fruchtausprägung. Saftige Aromen von dunklen Beeren kommen zum Vorschein, begleitet von einer unnachahmlichen Würze und ätherischen Noten, die an Unterholz, Moos und Champignon erinnern. In der südlicheren Côte de Beaune sind die Pinot Noirs rotfruchtiger, heller und verfügen nicht ganz über die Tanninstruktur und Länge wie die Weine aus der Côte de Nuits.

Côtes de Nuits-Villages (BIO)

  • Lage: Le Clos de Magny (historischer Weinberg in unmittelbarer Nähe zum Weingut, 1,34 ha, 300 m, N/O-Ausrichtung, an der Grenze zur Côte de Beaune)
  • Boden: Kalkmergel, Kalkstein
  • Ausbau: 18 Monate im 228-Liter-Barrique (20 % neu)

Beaune 1er Cru (BIO-Umstellung)

  • Lage: Les Cent Vignes (Côte de Beaune, 0,39 ha, S/O-Ausrichtung)
  • Boden: Sand, Kiesel
  • Ausbau: 18 Monate im 228-Liter-Barrique (20 % neu)

Beaune ist so etwas wie das Zentrum der Côte d'Or – ein kleines Städtchen mit einem zauberhaften Marktplatz, vielen Vinotheken und Restaurants sowie dem berühmten Hôtel-Dieu, in dem jedes Jahr die Versteigerung des Hospices de Beaune stattfindet. Rund um die Stadt befinden sich die Weinberge der Appellation Beaune, in denen hauptsächlich Pinot Noir kultiviert wird. Wie es für einen Rotwein von der Côte de Beaune typisch ist, zeigen diese Pinots einen eher rotfruchtigen Charakter, der an Kirschen, rote Johannisbeeren und Himbeeren erinnert. Hinzu kommen erdige Noten, die an Moos, Unterholz und mit etwas Reife an Champignons, Trüffel und süße Gewürze denken lassen. Die Weine sind mittelkräftig, verfügen über eine frische Säure, die ihnen eine animierende Herbheit verleiht, und durchaus etwas Grip in dem nicht allzu kräftigen Tanningerüst. Es sind für Burgund typische und grundsolide Pinot Noirs, die mit ihrem Preis-Genuss-Verhältnis punkten.

Nuits-Saint-Georges (BIO-Umstellung)

  • Lage: 2 Plots (0,50 ha, N/O-Ausrichtung)
  • Boden: Kiesel
  • Ausbau: 20 Monate im 228-Liter-Barrique (20 % neu)

Nuits-Saint-Georges ist das erste Dorf der Côte de Nuits, wenn man von Beaune aus Richtung Norden fährt. An der Grenze des Dorfes durchtrennt eine sogenannte „Combe" – eine Art Vertiefung oder Tal – die Bergkette, auf deren mittlerem Hang sich sonst die feinsten Premier und Grand Cru Lagen wie an einer Perlenkette aneinanderreihen. Dieses Tal leitet kühle Luft aus dem Westen in die Gemarkung. Das erklärt einerseits, warum es in dieser Gemeinde keinen Grand Cru gibt, und andererseits den besonderen Charakter der Weine. Die Pinot Noirs aus Nuits-Saint-Georges sind kernig, herzhaft, würzig und stets von dunklen Früchten und erdigen Noten geprägt, mit einer gewissen Festigkeit in den Tanninen. Sie sind im besten Sinne rustikal und herrlich zupackend.

Vosne-Romanée (BIO)

  • Lage: Les Cinq Terres (0,53 ha, S/O-Ausrichtung, im Norden von Nuits-Saint-Georges)
  • Cuvée aus den Parzellen: Aux Ormes, Chalandins, Vigneux, Aux Raviolles, Les Jacquines, Koncevié (werden separat gelesen und ausgebaut)
  • Boden: Kalk, Ton
  • Ausbau: 20 Monate im 228-Liter-Barrique (25 % neu)

Wer den Charakter eines Vosne-Romanée beschreiben möchte, kann sich mit einer einfachen Eselsbrücke helfen: Allein, wenn man das Wort „Vosne-Romanée" ausspricht, hat man schon die seidig-sinnliche Textur dieser Pinot Noirs am Gaumen. Vosne-Romanée ist die Heimat der wohl berühmtesten Grand Cru Lagen für Pinot Noir. Geschützt liegt es eingebettet in der Hügelkette der Côte d'Or. Die Weine sind dunkelfruchtrig, beerig und kirschig, ätherisch und rosenduftig, unglaublich dicht gewoben und dabei nie auftrumpfend, sondern immer balanciert. Die Textur ist seidig und saftig, und sie umhüllen den Gaumen mit ihrer Eleganz. Schon mancher Weinfreund hat hier den Verstand verloren und jeden Preis für diese Gaumenschmeichler bezahlt.

Chambolle-Musigny (BIO-Umstellung)

  • Lage: La Belle Dame (benannt nach den feinen und eleganten Weinen dieser Lage)
  • Plots: Les Athets & Les Herbues (0,16 ha)
  • Boden: Gut wasserdurchlässige Böden
  • Ausbau: 20 Monate im 228-Liter-Barrique (20 % neu)

Chambolle-Musigny ist im Vergleich zu einem Vosne-Romanée ebenso seidig-elegant in der Textur, aber immer etwas dezenter und zurückhaltender im Duft. Oft wird er als der „femininste" Burgunder beschrieben – was immer das heißen mag. Die Böden haben hier eine besonders schmale Humusauflage, sind besonders karg und von einem hohen aktiven Kalkgehalt geprägt. Es zeigen sich für die Appellation typische Aromen von roten Beeren und Veilchen. Mit etwas Flaschenreife entwickeln sich Noten von gewürzten Früchten, Trüffel, Waldboden und balsamische Aromen. Die Textur ist zart und fleischig zugleich, eine Delikatesse in der Säure, und die stets seidig gewobenen Tannine machen einen Chambolle-Musigny zu einem echten Erlebnis.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) – Domaine Jean Féry & Burgund

Was macht die Domaine Jean Féry besonders? Die Domaine Jean Féry ist eines der wenigen Bio-zertifizierten Weingüter im Burgund, das über 90 verschiedene Lagen bewirtschaftet – von Bourgogne-Niveau bis hin zu Premier Cru. Mit 32 ha verteilt auf die begehrtesten Appellationen bietet Jean Féry ein einzigartiges Panorama durch das gesamte Burgund. Die Bodenbearbeitung erfolgt ausschließlich mit Pferd – das Weingut besitzt keinen Traktor.

Sind die Weine von Jean Féry biozertifiziert? Ja, seit 2011 ist die Domaine Jean Féry BIO-zertifiziert. Einige neu erworbene Lagen befinden sich noch in der Umstellung. Ab Jahrgang 2024 sollen alle Weine des Weinguts vollständig biozertifiziert sein.

Was ist der Unterschied zwischen Côte de Nuits und Côte de Beaune? Die Côte de Nuits im Norden ist berühmt für ihre kräftigen, dunkelfruchtigen Pinot Noirs mit tiefer Struktur und langer Lagerfähigkeit. Die Côte de Beaune im Süden bringt eher rotfruchtige, elegantere Pinot Noirs hervor und ist gleichzeitig die Heimat der weltbesten Chardonnays aus Meursault, Puligny-Montrachet und Chassagne-Montrachet. Die Unterschiede ergeben sich aus der Geologie: In der Côte de Nuits dominiert harter, kompakter Kalkstein, in der Côte de Beaune ist er weicher und von Flussbetten durchbrochen.

Was bedeutet Premier Cru im Burgund? Premier Cru (1er Cru) bezeichnet die zweitbeste Lagenkategorie im burgundischen Klassifizierungssystem. Über dem Premier Cru steht nur der Grand Cru. Premier Cru Lagen wurden nach ihrem natürlichen Potenzial für herausragende Weine eingestuft – ein System, das weltweit kopiert wird. Bei Jean Féry findest du Premier Cru Weine aus Rully, Givry, Beaune (Les Cent Vignes) und Chassagne-Montrachet (Abbaye de Morgeot).

Welchen Wein von Jean Féry sollte man als Einsteiger probieren? Der Bourgogne Hautes-Côtes de Beaune Chardonnay ist ein idealer Einstieg: Er zeigt den typisch mineralischen Burgunder-Charakter zu einem zugänglichen Preis. Bei den Rotweinen empfiehlt sich der Bourgogne Pinot Noir als elegante, unkomplizierte Einführung in die Welt des burgundischen Spätburgunders.

Was unterscheidet Meursault, Puligny-Montrachet und Chassagne-Montrachet? Die drei berühmten Chardonnay-Dörfer der Côte de Beaune haben jeweils einen eigenen Charakter: Meursault ist der opulenteste – voluminös, mit Noten von Nussbutter und Sahnekaramell. Puligny-Montrachet ist der eleganteste – duftig, straff und mineralisch, mit Aromen von weißen Blüten und Marzipan. Chassagne-Montrachet liegt dazwischen – breitschultriger als Puligny, aber nie so üppig wie Meursault, mit Noten von Weißdorn, Honig und Feuerstein.

Warum ist Burgunder so teuer? Die Kombination aus extrem kleinen Erträgen, winzigen Parzellen (oft unter 1 ha), dem aufwendigen biologischen Anbau und der weltweit enormen Nachfrage treibt die Preise. Dazu kommt die Topographie: Die besten Lagen sind eng begrenzt und nicht erweiterbar. Die Côte Chalonnaise mit Appellationen wie Rully und Givry bietet jedoch hervorragende Burgunder zu deutlich günstigeren Preisen.

Wie lange kann man Burgunder lagern? Das hängt von der Qualität ab. Ein einfacher Bourgogne Pinot Noir trinkt sich in den ersten 3–5 Jahren am besten. Village-Weine wie Nuits-Saint-Georges oder Chambolle-Musigny reifen 5–10 Jahre wunderbar, während Premier Cru Weine aus Beaune oder Chassagne-Montrachet problemlos 10–15 Jahre und länger reifen können. Die Weißweine aus Meursault und Puligny-Montrachet gewinnen mit 5–10 Jahren Flaschenreife enorm an Komplexität.

Was ist der Unterschied zwischen Aligoté und Chardonnay? Aligoté ist Burgunds „zweite" weiße Rebsorte – leichter in der Struktur, knackiger in der Säure und in der Regel ohne Holzfassausbau. Er ist der perfekte Bistrowein: unkompliziert, frisch und animierend. Chardonnay hingegen zeigt im Burgund die volle Bandbreite – von schlank-mineralisch bis opulent-buttrig – und wird häufig im Eichenholzfass ausgebaut, was ihm zusätzliche Komplexität verleiht.

Was bedeutet „Bodenbearbeitung mit Pferd" bei Jean Féry? Die Domaine Jean Féry verzichtet komplett auf Traktoren und bearbeitet ihre Weinberge ausschließlich mit Pferden. Dies schont die Bodenstruktur, verhindert Verdichtung und fördert ein gesundes Wurzelsystem der Reben. In Burgund, wo viele Premier Cru Lagen sehr steil und eng bepflanzt sind, ermöglicht die Arbeit mit Pferd zudem eine präzisere Bodenbearbeitung als mit schweren Maschinen.

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