Kategorie: Herdade do Rocim

Frische Eleganz aus dem Herzen des Alentejo

0 Produkte

Es tut uns leid, aber deine Suche nach Produkten hat keine Treffer ergeben.

Die Herdade do Rocim gehört zu den aufregendsten Weingütern Portugals und steht für eine neue Generation von Alentejo-Weinen: frisch, elegant und tief verwurzelt im Terroir der Subregion Vidigueira. Was das Ehepaar Catarina Vieira und Pedro Ribeiro hier im Baixo Alentejo erschaffen, bricht mit dem Klischee des schweren, überreifen Alentejo-Rotweins – und zeigt stattdessen, wie viel Finesse, Mineralität und Trinkfreude in dieser historischen Weinregion stecken.

Bei Favino haben wir die Weine von Rocim ausgewählt, weil sie genau das verkörpern, woran wir glauben: authentische Herkunft, handwerkliche Sorgfalt und einen Stil, der das Terroir sprechen lässt, statt es zu überdecken.

Das Weingut – Familienprojekt mit Wurzeln und Vision

Die Geschichte der Herdade do Rocim beginnt im Jahr 2000, als der Unternehmer José Ribeiro Vieira das rund 120 Hektar große Anwesen zwischen den Orten Vidigueira und Cuba im südlichen Alentejo erwarb. Was als Investition begann, wurde schnell zur Herzensangelegenheit: Die ersten Jahre widmeten sich der behutsamen Neustrukturierung der rund 70 Hektar Rebfläche, der Erhaltung alter Rebstöcke und der Neupflanzung autochthoner Sorten. Heute führt seine Tochter Catarina Vieira das Weingut gemeinsam mit ihrem Mann Pedro Ribeiro – einem studierten Önologen, der nach internationaler Erfahrung in Australien seine Berufung in der Vidigueira fand.

Catarina, ausgebildete Agraringenieurin mit Spezialisierung in Önologie, verantwortet den Weinbau. Sie pflegt die Reben von Hand und arbeitet seit 2010 nach biologischen Richtlinien. Pedro, der Kellermeister und kreative Kopf, vinifiziert mit minimaler Intervention und einer klaren Philosophie: Die Weine sollen die Einzigartigkeit ihres Ursprungs zeigen – ob sie nun aus dem Alentejo, dem Douro, dem Dão oder von den Azoren stammen.

Die Lage – Vidigueira: Eine Oase der Frische im heißen Süden

Was die Weine von Rocim so besonders macht, ist ihre Herkunft. Die Vidigueira gilt als Sonderfall im Alentejo: Während der Großteil der Region von Hitze, Flachland und tonhaltigen Böden geprägt ist, profitiert die Vidigueira von einer geologischen Besonderheit. Granitböden statt Lehm, eine leichte Höhenlage und vor allem die atlantischen Winde, die über die Ebene des Alentejo ziehen und an den umliegenden Hügeln gebremst werden, sorgen für spürbar kühlere Morgentemperaturen und regelmäßigen Nebel während der Ernte im August und September. Während es in nur 20 Kilometern Entfernung über 38 °C heiß werden kann, herrschen auf der Herdade do Rocim deutlich moderatere Bedingungen.

Dieses einzigartige Mikroklima, kombiniert mit den sandigen und lehmig-tonigen Böden des Weinguts, bildet die Grundlage für Weine mit lebendiger Säure und mineralischer Tiefe – und erklärt, warum die Vidigueira traditionell als Region für hochwertige Weißweine bekannt ist. Pedro Ribeiro selbst fasst es so zusammen: Der Hauptgrund für die Frische in Vidigueira sind die Granitböden und die Winde, die in der flachen Alentejo-Ebene nirgendwo sonst so gebremst werden.

Die Rebsorten – Autochthon, alt, identitätsstiftend

Ein zentraler Bestandteil der Rocim-Philosophie ist die Fokussierung auf einheimische portugiesische Rebsorten. Internationale Sorten wie Syrah, die früher angebaut wurden, hat Pedro Ribeiro bewusst zurückgestellt – die Welt braucht keinen weiteren guten Syrah, wenn man stattdessen Rebsorten zeigen kann, die es nur hier gibt.

Bei den Weißweinen bildet Antão Vaz das Rückgrat vieler Cuvées. Diese Sorte wird manchmal als das Chardonnay des Alentejo bezeichnet, da sie sowohl frische als auch holzgereifte Stile tragen kann – aber in der Vidigueira ihre beste Ausprägung zeigt. Ergänzt wird sie durch Arinto (für strukturgebende Säure), Alvarinho (für Aromatik), Viosinho und alte Sorten wie Perrum, Rabo de Ovelha und Manteúdo, die in den historischen Talha-Weinen eine zentrale Rolle spielen.

Bei den Rotweinen dominieren Alicante Bouschet (die prägende Rotweinsorte des Alentejo), Aragonez (Tempranillo), Trincadeira und Touriga Nacional. Besonders bemerkenswert sind alte Rebgärten mit bis zu 95 Jahre alten Rebstöcken, die als gemischter Satz über 20 verschiedene Sorten beherbergen – darunter seltene Varietäten wie Moreto und Tinta Grossa, von der in ganz Portugal nur noch rund 10 Hektar existieren.

Die Herstellung – Minimale Intervention, maximaler Ausdruck

Die Weinbereitung auf der Herdade do Rocim folgt dem Prinzip der minimalen Intervention. Alle Trauben werden von Hand gelesen und bei der Ankunft im Keller erneut einzeln kontrolliert. Seit 2014 vergären sämtliche Weine ausschließlich mit wilden Hefen – ob Einstiegswein oder Spitzencuvée.

Was Rocim darüber hinaus weltweit bekannt gemacht hat, ist die konsequente Wiederbelebung der jahrhundertealten Talha-Tradition. Talhas sind große Tonamphoren, in denen im Alentejo seit der Römerzeit Wein hergestellt wird. Rocim begann 2012 mit der Rückkehr zu dieser Technik und hat seitdem das stilistische Spektrum der Amphoren-Vinifikation maßgeblich erweitert. Pedro Pegas, Rocims Vitikulturist und gebürtiger Vidigueirenser, erlernte die Kunst der Talha von seinem 80-jährigen Vater und ist seither fester Bestandteil des Kellerteams.

Neben den traditionellen Talhas setzt Rocim auf ein bewusst vielfältiges Ausbau-Repertoire: große Eichenfässer (500 Liter), Betoneier, Terrakotta-Amphoren in verschiedenen Formaten und klassische Edelstahltanks. Die Entscheidung, auf welche Weise ein Wein ausgebaut wird, fällt individuell für jede Partie. Der Einsatz von neuem Holz bleibt bewusst zurückhaltend, um Frucht und Terroir nicht zu maskieren.

Die gesamte Produktion ist biologisch zertifiziert und wird durch das WASP-Programm (Wines of Alentejo Sustainability Programme) ergänzt – ein ganzheitlicher Nachhaltigkeitsansatz, der Umwelt, Gemeinschaft und Wirtschaft gleichermaßen berücksichtigt. Selbst die Verpackungsmaterialien – Etiketten, Korken, Kartons – stammen aus nachhaltig bewirtschafteten Quellen.

Die Weine – Von Mariana bis Vinha da Micaela

Das Portfolio von Herdade do Rocim ist bemerkenswert breit und reicht vom zugänglichen Einstiegswein bis zum international gefeierten Einzellagen-Wein:

Die Mariana-Linie (Branco, Tinto, Rosé) bildet den Einstieg in die Welt von Rocim. Unkompliziert, frisch und mit hervorragendem Preis-Genuss-Verhältnis zeigen diese Weine bereits die Rocim-Handschrift: Trinkfluss, Fruchtklarheit und eine Leichtigkeit, die man vom Alentejo nicht erwartet. Der Mariana Branco, eine Cuvée aus Antão Vaz, Arinto und Alvarinho, wurde von Jancis Robinson als hervorragender Einstieg in das Rocim-Universum gelobt.

Die Amphora- und Talha-Weine sind das Herzstück des Weinguts. Sie verbinden die über 2.000 Jahre alte Tradition der Tonkrug-Vinifikation mit moderner Handwerkskunst und zeigen ein Geschmacksprofil, das es in dieser Form nirgendwo sonst auf der Welt gibt: lebendig, texturiert, mit einer unverwechselbaren Erdigkeit und reiner Frucht.

Auf den oberen Stufen finden sich Weine wie der Grande Rocim Reserva, die Crónica #328 (benannt nach den 327 Zeitungskolumnen von Catarinas Vater) und die legendäre Vinha da Micaela – ein Einzellagen-Wein von einer uralten gemischten Rebanlage, der regelmäßig mit den besten Grands Crus Europas verglichen wird.

Darüber hinaus hat Rocim sein Universum auf Regionen außerhalb des Alentejo ausgedehnt: Vale da Mata (aus der Region Lisboa, von einem Weinberg, den Catarinas Großvater in den 1970er-Jahren pflanzte), Bela Luz (aus dem Douro, von Pedro Ribeiros Familienweinberg) und O Estrangeiro (aus dem Dão) zeigen die gleiche Philosophie der Frische und Herkunftstreue in unterschiedlichen Terroirs.

Häufige Fragen zu Herdade do Rocim

Wer steckt hinter Herdade do Rocim? Herdade do Rocim wird von dem Ehepaar Catarina Vieira und Pedro Ribeiro geführt. Catarina ist studierte Agraringenieurin und für den Weinbau verantwortlich, Pedro ist ausgebildeter Önologe und leitet die Kellerwirtschaft. Das Weingut wurde im Jahr 2000 von Catarinas Vater José Ribeiro Vieira gegründet.

Wo liegt die Herdade do Rocim? Das Weingut liegt in der Subregion Vidigueira im Baixo Alentejo, zwischen den Ortschaften Vidigueira und Cuba, etwa 20 Kilometer nördlich von Beja. Die Vidigueira ist für ihr besonders kühles Mikroklima innerhalb des sonst heißen Alentejo bekannt.

Was macht die Weine von Rocim besonders? Rocim-Weine zeichnen sich durch ungewöhnliche Frische und Eleganz für den Alentejo aus. Verantwortlich dafür sind die Granitböden der Vidigueira, das kühlende Einwirken atlantischer Winde, biologischer Anbau, Spontanvergärung mit wilden Hefen und eine konsequente Philosophie der minimalen Intervention. Darüber hinaus ist Rocim eines der führenden Weingüter für Amphoren- und Talha-Weine weltweit.

Was ist ein Vinho de Talha? Vinho de Talha ist eine traditionelle Weinbereitungsmethode aus dem Alentejo, bei der Trauben mitsamt Schalen in großen Tonamphoren (Talhas) vergoren werden. Diese Technik geht auf die Römerzeit zurück und wird seit über 2.000 Jahren in der Region praktiziert. Herdade do Rocim hat seit 2012 maßgeblich zur Wiederbelebung und internationalen Bekanntheit dieser Methode beigetragen.

Sind die Weine von Herdade do Rocim bio? Ja, die Herdade do Rocim bewirtschaftet ihre 70 Hektar Rebfläche seit 2010 nach biologischen Richtlinien. Zusätzlich ist das Weingut über das WASP-Programm (Wines of Alentejo Sustainability Programme) nachhaltig zertifiziert.

Welche Rebsorten baut Herdade do Rocim an? Rocim konzentriert sich auf autochthone portugiesische Rebsorten. Zu den wichtigsten weißen Sorten gehören Antão Vaz, Arinto, Alvarinho und Viosinho. Bei den roten Sorten sind Alicante Bouschet, Aragonez (Tempranillo), Trincadeira und Touriga Nacional vorherrschend. Das Weingut bewirtschaftet zudem alte Rebgärten mit über 20 verschiedenen Sorten und Rebstöcken, die teilweise über 90 Jahre alt sind.

Warum Rocim bei Favino?

Als kuratierter Bio-Weinshop in Köln wählen wir unsere Weingüter sorgfältig nach Qualität, Authentizität und nachhaltiger Arbeitsweise aus. Herdade do Rocim erfüllt diese Kriterien auf ganzer Linie: biologischer Anbau, minimale Intervention im Keller, Respekt vor historischen Traditionen und ein kompromissloses Streben nach Frische und Eleganz. Die Weine von Catarina Vieira und Pedro Ribeiro gehören für uns zu den spannendsten Entdeckungen aus Portugal – und beweisen, dass der Alentejo weit mehr kann als kraftvolle Rotweine.

Entdecken Sie die Weine der Herdade do Rocim in unserem Online-Shop und lassen Sie sich von der Frische und Tiefe des portugiesischen Südens überraschen.

Widerrufsantrag einreichen

Füllen Sie das folgende Formular aus, um Ihren Widerrufsantrag einzureichen.