Kategorie: Borgoluce

Wo eine tausendjährige Adelsfamilie Prosecco erfindet

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  • Borgoluce - Prosecco Superiore DOCG Glera Brut NV
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  • Borgoluce - Gaiante Prosecco Treviso Glera Brut NV
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Nur wenige Weingüter können von sich behaupten, dass ihre Familie das Land bereits seit dem Jahr 958 bewirtschaftet. Borgoluce in Susegana ist eines davon, und hinter dem modernen Kreislaufwirtschaft-Projekt steht mit den Grafen Collalto eine der ältesten Adelsfamilien Italiens.

Auf einen Blick

Borgoluce ist ein landwirtschaftlicher Betrieb und Weingut in Susegana in der Provinz Treviso, mitten im UNESCO-Weltkulturerbe der Prosecco-Hügel zwischen Conegliano und Valdobbiadene. Träger des Projekts ist die Familie Collalto, eine Adelsdynastie langobardischen Ursprungs mit urkundlich belegter Geschichte bis ins Jahr 958, deren Name auf die Ortschaft Collalto zurückgeht, wo noch heute die Reste einer mittelalterlichen Burg stehen. Das eigentliche Zentrum der Tenuta bildet das Schloss San Salvatore, das seit 1245 durchgehend im Besitz der Familie ist und die Hügellandschaft rund um Susegana überragt. Heute wird der rund 1.000 bis 1.200 Hektar große Betrieb von Ninni und Caterina di Collalto gemeinsam mit ihrer Mutter Trinidad und Caterinas Ehemann Lodovico Giustiniani geführt und beschäftigt rund 90 Menschen. Neben Wein produziert Borgoluce auch Käse, Wurstwaren, Honig, Mehl, Nüsse und Bier, alles nach dem Prinzip einer geschlossenen Kreislaufwirtschaft. Der Betrieb wurde mit dem Equalitas-Siegel als nachhaltige Kellerei zertifiziert und arbeitet nach den Prinzipien des biologischen und biodynamischen Landbaus. Favino.de führt Prosecco und weitere Weine von Borgoluce im Sortiment.

Herkunft und Geschichte

Die Geschichte der Familie Collalto reicht urkundlich bis ins Jahr 958 zurück und zählt damit zu den am längsten dokumentierten Adelsdynastien Italiens. Im Jahr 1110 wählten die Grafen von Treviso auf der Suche nach neuen Besitztümern außerhalb der Stadt den Hügel von Collalto für den Bau ihrer Burg, ein befestigter Gesamtkomplex, der gemeinsam mit dem nahegelegenen Schloss San Salvatore in Susegana 2 eigenständige Grafschaften bildete. Seit 1245 ist die Familie ununterbrochen im Besitz von San Salvatore, das über 8 Jahrhunderte hinweg vom mittelalterlichen Verteidigungsbauwerk über einen prunkvollen Renaissance-Herrensitz bis zum kulturellen Treffpunkt europäischer Bedeutung diente. Bereits ab dem 14. Jahrhundert produzierte die Familie auf ihren Ländereien in Susegana Weiß- und Rotweine sowie Prosecco, eine Kellerwirtschaft, die den Betrieb heute unter die ältesten noch aktiven Weinunternehmen der Welt einreiht. Ende des 19. Jahrhunderts trieb Graf Ottaviano Antonio, genannt "der Bauerngraf" und Ratsmitglied der önologischen Schule von Conegliano, den Bau der modernen Kellerei in Susegana voran, ausgestattet mit Büros, Unterkünften und zeitgemäßen Maschinen. Die Burg von Collalto selbst wurde während der Bombardierungen des Ersten Weltkriegs weitgehend zerstört, nur der alte Turm und Teile der Mauern blieben erhalten. Seit 2007 leitet Prinzessin Isabella Collalto de Croÿ den historischen Familienbetrieb Conte Collalto, während ihre Cousinen Ninni und Caterina di Collalto parallel das jüngere, auf Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft ausgerichtete Projekt Borgoluce aufgebaut haben, das den weitläufigeren Teil der Ländereien der Familie umfasst.

Terroir und Philosophie

Auf den rund 1.000 bis 1.200 Hektar der Tenuta Borgoluce wechseln sich Wälder, Weiden, Getreidefelder und Weinberge harmonisch ab, eingebettet in die sanften Hügel zwischen Venedig und den Dolomiten. Zentrales Element der Betriebsphilosophie ist die Circolarità, die Kreislaufwirtschaft: Getreide vom eigenen Feld dient teilweise der Fütterung von Rindern und Wasserbüffeln, deren Ausscheidungen zusammen mit weiteren Reststoffen der Felder zur Erzeugung von sauberer Energie genutzt werden, die wiederum den nächsten Anbauzyklus speist. Fast die Hälfte der Gesamtfläche bleibt bewusst bewaldet, um den ursprünglichen Landschaftscharakter zu bewahren, während anfallendes Astwerk und Laub aus der Waldpflege einen Hackschnitzelkessel zur Beheizung der Kellerei speisen. Die Reben werden nach den Prinzipien des biologischen und biodynamischen Landbaus bewirtschaftet, mit besonderem Augenmerk auf einen schonenden Umgang mit Wasser und Ressourcen. Diese konsequente Nachhaltigkeitsstrategie wurde kürzlich mit der Equalitas-Zertifizierung als nachhaltige Kellerei bestätigt, ein Nachweis, der ökologische, soziale und wirtschaftliche Aspekte des Betriebs gleichermaßen berücksichtigt.

Der Weinstil und das Sortiment

Im Zentrum des Weinsortiments steht der Conegliano Valdobbiadene Prosecco Superiore DOCG, gekeltert aus der Rebsorte Glera in den UNESCO-geschützten Steillagen rund um Susegana. Die Linie Rive di Collalto umfasst dabei sowohl eine Extra-Brut- als auch eine Extra-Dry-Ausprägung und gilt als besonders ausdrucksstarker Vertreter der Herkunft. Der biologisch zertifizierte Prosecco Superiore Nature "Sui Lieviti" wird nach traditionellem Verfahren auf der Hefe ausgebaut, was ihm zusätzliche Komplexität und eine feinperlige, cremige Struktur verleiht, im Gegensatz zum gängigeren, im Charmat-Verfahren hergestellten Standard-Spumante. Neben den Schaumweinen produziert Borgoluce auch stille Weine, etwa den Capirosso, eine Cuvée aus Merlot und Cabernet Sauvignon unter der Herkunftsbezeichnung Trevenezie, die kräftig genug für Fleischgerichte ausfällt. Ergänzt wird das Sortiment durch besondere Cuvées wie den Rosé-Spumante aus der Rebsorte Manzoni Moscato, einer Kreuzung aus Raboso Piave und Muskateller, die der Önologe Professor Luigi Manzoni in den 1920er und 1930er Jahren an der Önologieschule von Conegliano mit Unterstützung der Familie Collalto entwickelte. Alle Weine folgen dem erklärten Anspruch, die Weinbautradition und die kulinarische Kultur der trevisanischen Landschaft in jeder Flasche erlebbar zu machen.

Warum Favino

Borgoluce passt hervorragend in das Favino-Sortiment, weil kaum ein Weingut so eindrucksvoll zeigt, wie sich jahrhundertealte Familientradition mit einem konsequent zukunftsorientierten Nachhaltigkeitskonzept verbinden lässt. Die Geschichte der Familie Collalto, die bereits im 10. Jahrhundert urkundlich erwähnt wird, verleiht dem Projekt eine historische Tiefe, wie sie nur wenige Weingüter weltweit vorweisen können, während die konsequente Kreislaufwirtschaft und die Equalitas-Zertifizierung beweisen, dass Tradition und moderne ökologische Verantwortung sich nicht ausschließen. Für Favino steht Borgoluce damit exemplarisch für einen Prosecco, der weit mehr erzählt als nur seine Rebsorte, nämlich die Geschichte einer Landschaft und einer Familie, die seit über 1.000 Jahren untrennbar mit ihr verbunden ist.

Häufig gestellte Fragen zu Borgoluce

Wo liegt das Weingut Borgoluce? Borgoluce liegt in Susegana in der Provinz Treviso, mitten in den UNESCO-geschützten Prosecco-Hügeln zwischen Conegliano und Valdobbiadene.

Welche Familie steht hinter Borgoluce? Der Betrieb gehört der Adelsfamilie Collalto, deren urkundlich belegte Geschichte bis ins Jahr 958 zurückreicht, und wird heute von Ninni und Caterina di Collalto gemeinsam mit ihrer Familie geführt.

Wie groß ist die Tenuta Borgoluce? Der Betrieb umfasst rund 1.000 bis 1.200 Hektar zwischen Venedig und den Dolomiten, aufgeteilt in Wälder, Weiden, Felder und Weinberge, und beschäftigt rund 90 Menschen.

Ist Borgoluce nachhaltig zertifiziert? Ja, das Weingut wurde mit dem Equalitas-Siegel als nachhaltige Kellerei zertifiziert und wirtschaftet nach den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft sowie des biologischen und biodynamischen Landbaus.

Was ist der Prosecco Nature "Sui Lieviti"? Der Prosecco Nature "Sui Lieviti" ist ein biologisch zertifizierter Prosecco Superiore, der traditionell auf der Hefe ausgebaut wird und dadurch zusätzliche Komplexität und eine feine, cremige Perlage entwickelt.

Produziert Borgoluce nur Wein? Nein, neben Wein stellt der Betrieb auch Käse und Wurstwaren aus eigener Büffel- und Rinderhaltung, Honig, Mehl aus alten Getreidesorten, Nüsse und Bier her, alles Teil der betrieblichen Kreislaufwirtschaft.

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