Domaine Durieu -  Châteauneuf-du-Pape Lucile Avril rouge 2024

Domaine Durieu - Châteauneuf-du-Pape Lucile Avril rouge 2024

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Domaine Durieu
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Weingut
Im Jahr 2009 übernahmen die Brüder François und Vincent Durieu das elterliche Weingut in Châteauneuf-du-Pape und leiteten einen radikalen Stilwandel ein. Der Vater hatte auf ehemals 100 ha hauptsächlich Fassweine für die Genossenschaften produziert – François und Vincent reduzierten die Fläche auf 60 ha und setzten auf eine völlig neue Philosophie. François, der zuvor einige Jahre ein Fine Dining Restaurant mit einer Weinkarte von rund 4.000 Positionen betrieb, und Vincent sind Liebhaber des burgundischen Weinstils und streben elegante, geschliffene Weine mit eher heller Farbe und weniger Tannin an. Deshalb ist so gut wie kein Holz im Einsatz und der Anteil Syrah in den Cuvées wird bewusst klein gehalten. Im 2022 neu gebauten Keller, in dem mit Gravitation gearbeitet wird, setzen sie auf Betontanks und zum Teil Amphoren. Die Lucile Avril rouge ist der Châteauneuf-du-Pape des Hauses – der Cru-Wein, die Krönung des Portfolios, von den ältesten Reben der Domaine, die noch vor dem 1. Weltkrieg gepflanzt wurden. Der Domaine Durieu Châteauneuf-du-Pape Lucile Avril rouge ist eine Cuvée aus 80 % Grenache, 10 % Mourvèdre und 10 % Syrah, von 6 ha auf dem Farguerol-Plateau, 30 Tage Mazeration mit täglichem Pigeage, 18 Monate in Beton – burgundische Finesse auf einem der legendärsten Terroirs der Welt.

Lage
Die Grenache, Mourvèdre und Syrah Trauben für die Lucile Avril rouge stammen von 6 Hektar auf dem Farguerol-Plateau in der AOC Châteauneuf-du-Pape – einer der renommiertesten Weinappellationen der Welt, die seit dem 14. Jahrhundert und der Sommerresidenz der Päpste in Avignon eine einzigartige Geschichte im europäischen Weinbau besitzt. Die Böden bestehen aus Kieseln und den berühmten Galets roulés – den großen, runden Kieselsteinen, die zum Markenzeichen von Châteauneuf-du-Pape geworden sind. Die Galets speichern tagsüber die intensive Sonnenwärme der südlichen Rhône und geben sie nachts an die Reben zurück, was eine vollständige phenolische Reife der Trauben fördert und die konzentrierte Frucht erzeugt, die große Châteauneuf-du-Pape definiert. Das Besondere an der Lucile Avril: Die Reben auf dem Farguerol-Plateau wurden vor dem 1. Weltkrieg gepflanzt – sie sind über 110 Jahre alt und gehören damit zu den ältesten Rebstöcken der gesamten Appellation. Diese uralten Reben haben ein tiefreichendes Wurzelsystem entwickelt, das weit unter die Galets-Schicht in die mineralischen Untergründe reicht und von Natur aus extrem geringe Erträge liefert. Die 80 % Grenache sind das Herzstück dieser Cuvée und die dominierende Rebsorte von Châteauneuf-du-Pape, ergänzt durch 10 % Mourvèdre für Struktur und erdige Tiefe sowie 10 % Syrah für pfeffrige Würze und Farbintensität. Die Kombination aus den Galets-Böden des Farguerol-Plateaus, den über 110 Jahre alten Reben und der Grenache-dominierten Assemblage verleiht dieser Lucile Avril ihren charaktervollen Charakter – die Tiefe eines großen Châteauneuf-du-Pape mit burgundischer Eleganz, AOC Châteauneuf-du-Pape.

Herstellung
François und Vincent Durieu vinifizieren die Lucile Avril rouge als Cru-Wein des Hauses mit der längsten Mazeration und der größten Sorgfalt im gesamten Portfolio. Die Grenache, Mourvèdre und Syrah Trauben werden von Hand geerntet und teilweise entrappt – eine bewusste Entscheidung, die den Anteil an Stielgerüst im Gärbehälter kontrolliert: Die teilweise Entrappung bewahrt einen gewissen Anteil ganzer Trauben, die der Lucile Avril eine zusätzliche aromatische Frische und eine feingliedrige Tanninstruktur verleihen, während die entrappten Trauben Farbtiefe und Konzentration beisteuern. Die Mazeration erstreckt sich über 30 Tage – die längste im gesamten Durieu-Portfolio – begleitet von einem täglichen Pigeage, das über den gesamten Zeitraum eine sanfte, gleichmäßige Extraktion fördert. Die burgundische Technik des Pigeage ist bei einem Châteauneuf-du-Pape eine Seltenheit und unterstreicht die stilistische Überzeugung der Durieus: seidige Tannine und florale Eleganz statt Kraft und Konzentration. Anschließend reift die Lucile Avril 18 Monate in Betontanks – auch beim Cru-Wein bleiben die Durieus ihrer holzfreien Philosophie treu. Der Beton erlaubt dem Wein eine langsame, kontrollierte Reife, ohne Vanille, Toast oder Röstaromen aufzuprägen. Eine leichte Filtration vor der Abfüllung rundet die Vinifikation ab. Teilweise Entrappung, 30 Tage Mazeration mit täglichem Pigeage und 18 Monate Betonausbau entwickeln einen Châteauneuf-du-Pape von burgundischer Finesse und der Tiefe über 110 Jahre alter Reben – François und Vincent Durieu, Domaine Durieu, Farguerol-Plateau, AOC Châteauneuf-du-Pape.

Verkostungsnotiz
Im Glas zeigt sich die Lucile Avril rouge in einem tiefen Rubinrot, das die Konzentration der über 110 Jahre alten Reben vom Farguerol-Plateau widerspiegelt und gleichzeitig die burgundische Transparenz bewahrt, die alle Durieu-Weine auszeichnet. In der Nase entfaltet sich ein Bouquet von großartiger Komplexität: Rote und schwarze Früchte – Kirsche, Brombeere, Cassis – verbinden sich mit Rosenblättern und pfeffrigen Kräutern zu einem Nasenbild, das die Grenache-Dominanz und die Garrigue-Prägung von Châteauneuf-du-Pape sofort erkennen lässt. Provenzalische, würzige Nuancen – Thymian, Lavendel und eine dezente Erdigkeit vom Mourvèdre – verleihen dem Bouquet die Tiefe und Vielschichtigkeit, die einen großen Cru von einfacheren Appellationsweinen unterscheidet. Am Gaumen präsentiert sich die Domaine Durieu Châteauneuf-du-Pape Lucile Avril mittel- bis vollmundig und wunderschön komplex – ein Wein, der die Kraft und Konzentration seiner Appellation mit der burgundischen Finesse der Durieus verbindet. Die Tannine sind reif und poliert – ein Ergebnis der 30-tägigen Mazeration mit täglichem Pigeage und der über 110 Jahre alten Reben, die von Natur aus feinere, geschliffenere Tannine hervorbringen als jüngere Rebstöcke. Der Abgang ist großartig und lang, getragen von dunkler Frucht, Rosenblättern, pfeffrigen Kräutern und einer feinen Galets-Mineralität. Ein Wein von Domaine Durieu – Châteauneuf-du-Pape Lucile Avril rouge, 80 % Grenache, 10 % Mourvèdre, 10 % Syrah, über 110 Jahre alte Reben, Pigeage, 18 Monate Beton, Farguerol-Plateau, AOC Châteauneuf-du-Pape.

Speiseempfehlung
Die polierte Eleganz und die aromatische Tiefe der Lucile Avril machen diesen Châteauneuf-du-Pape zu einem Cru-Wein, der die anspruchsvollste Küche verlangt und dabei mit seiner burgundischen Finesse Gerichte begleitet, die andere Châteauneufs erdrücken würden. Besonders eindrucksvoll harmoniert sie mit einem Gigot d'Agneau de Sept Heures – der 7 Stunden geschmorten Lammkeule – wo die Rosenblüten-Aromatik und die polierten Tannine das butterzarte Fleisch mit einer fast burgundischen Delikatesse begleiten. Ebenso empfehlenswert ist die Kombination mit einer Pigeonneau en Croûte – der Taube in der Teighülle – einem Filet de Bœuf mit Trüffeljus oder einer geschmorten Hirschkeule mit Wacholder und Preiselbeeren. Zu einem Risotto mit schwarzem Trüffel, einer Poularde de Bresse in Champagnersahne oder einem Kalbsrücken mit Morcheln entfaltet die Lucile Avril ihre volle Komplexität und die Tiefe der über 110 Jahre alten Reben vom Farguerol-Plateau. Gereifter Comté Vieux, ein kräftiger Époisses oder ein alter Roquefort bilden einen würdigen Abschluss. 80 % Grenache von den ältesten Reben der Domaine, holzfrei in Beton gereift und die burgundische Vision der Brüder Durieu auf dem legendärsten Terroir der südlichen Rhône. Serviert bei etwa 16–18 °C.