Weingut
Das Weingut Schätzle liegt mitten im Ortskern von Freiburg-Lehen, in einem historischen Gebäude, dessen Geschichte bis ins 16. Jahrhundert zurückreicht – das ehemalige Weiherschloss. Bernhard Schätzle gründete den Betrieb 1977 aus einem kleinen Landwirtschaftsbetrieb seiner Familie heraus, der sich bereits seit 7 Generationen im Familienbesitz befindet. Heute verantwortet Thomas Schätzle, der Sohn des Gründers, die Weine im Keller und hat dem Weingut eine qualitätsorientierte Handschrift verliehen, die in der Selektion ihren höchsten Ausdruck findet. Das Weingut Schätzle ist der einzige Anbieter der Einzellage Lehener Bergle in Freiburg – einer Monopollage, deren Weinbaugeschichte bis ins 13. Jahrhundert zurückreicht. Die Selektion ist die Spitze des Sortiments: Thomas Schätzle wählt die besten Fässer des Jahrgangs aus, baut sie mit 30 % Neuholz oxidativ aus, mit intensiver Bâtonnage, und füllt ungeschönt und unfiltriert ab – ein burgundischer Ansatz, der den Weißburgunder vom Lehener Bergle in eine Kategorie hebt, die an die besten weißen Burgunder der Côte de Beaune erinnert. Der Schätzle Lehener Bergle Selektion Weißburgunder ist 100 % Weißburgunder von der Ersten Lage am Lehener Bergle, 11 Monate im Holzfass mit 30 % Neuholz, oxidativ geführt, ungeschönt und unfiltriert – die Quintessenz dieser Monopollage.
Lage
Die Weißburgunder Trauben für die Selektion stammen von der Ersten Lage am Lehener Bergle – der besten Parzelle innerhalb der Monopollage im Freiburger Stadtteil Lehen. Die geologische Struktur der Ersten Lage unterscheidet sich von den tiefergelegenen Bereichen des Lehener Bergles: Schwere Lehmschichten liegen als Auflage über einem Muschelkalk-Grundgestein – eine Kombination, die dem Weißburgunder Präzision, mineralische Tiefe und feine Struktur verleiht. Der Muschelkalk als geologisches Fundament ist entscheidend für den Charakter der Selektion: Er steuert eine salzige Mineralität und eine rassige Säurestruktur bei, die den Wein trotz des oxidativen Ausbaus lebendig und fokussiert hält. Die schweren Lehmschichten darüber speichern Wasser und Nährstoffe und verleihen dem Weißburgunder Körper, Extraktreichtum und jene geschmeidige Textur, die Thomas Schätzle für die intensive Bâtonnage und den oxidativen Ausbau benötigt. Das Klima in Freiburg gehört zu den wärmsten in ganz Deutschland: Die geschützte Lage in der Oberrheinischen Tiefebene und die Sonneneinstrahlung des Breisgaus ermöglichen eine vollständige physiologische Reife, während der Muschelkalk die Säure bewahrt. Nur die besten Fässer des Jahrgangs werden für die Selektion ausgewählt – eine Entscheidung, die Thomas Schätzle nach der 11-monatigen Fassreife trifft. Die Kombination aus den schweren Lehmschichten über Muschelkalk-Grundgestein, der Ersten Lage am Lehener Bergle und der Monopolstellung verleiht dieser Selektion ihren charaktervollen Charakter – Muschelkalkmineralität und Präzision, Breisgau, Baden.
Herstellung
Thomas Schätzle vinifiziert die Selektion als Spitzenwein des Hauses mit einem burgundischen Ansatz, der sich grundlegend vom reduktiven Ausbau des regulären Ortsweins unterscheidet. Die Weißburgunder Trauben werden von Hand gelesen und schonend verarbeitet. Der entscheidende Unterschied liegt im Ausbau: Die Selektion reift 11 Monate im Holzfass, davon 30 % Neuholz – neues Eichenholz, das dem Wein eine dezente Struktur, feinporige Tannine und einen Hauch von Toast und Gewürz beisteuert, ohne die Frucht zu überlagern. Der Ausbau erfolgt oxidativ geführt – im Gegensatz zur heute üblichen reduktiven Weißweinbereitung, bei der Sauerstoffkontakt vermieden wird, lässt Thomas Schätzle bewusst einen kontrollierten Sauerstoffaustausch zu, der dem Wein Tiefe, Schmelz und eine nussige Komplexität verleiht, die an die Vinifikation großer weißer Burgunder erinnert. Die intensive Bâtonnage – das regelmäßige Aufrühren der Feinhefe im Fass – steuert eine cremige Textur und zusätzliche Tiefe bei, da die aufgelösten Hefezellen Geschmacksstoffe und Proteine an den Wein abgeben, die seinen Körper und seinen Schmelz verstärken. Der Wein wird ungeschönt und unfiltriert abgefüllt – ein klares Bekenntnis zum Naturprodukt und zur maximalen Aromen- und Texturerhaltung. 11 Monate Holzfass mit 30 % Neuholz, oxidativer Ausbau, intensive Bâtonnage und ungeschönte, unfiltrierte Abfüllung entwickeln einen Weißburgunder von burgundischer Tiefe und mineralischer Präzision – Thomas Schätzle, Weingut Schätzle, Lehener Bergle, Freiburg, Breisgau, 12,0 % Vol.
Verkostungsnotiz
Im Glas zeigt sich die Selektion in einem satten Goldgelb, das den oxidativen Ausbau und die intensive Hefearbeit sofort sichtbar macht und diesen Weißburgunder optisch in die Kategorie seriöser, burgundisch ausgebauter Weißweine einordnet. In der Nase präsentiert sich der Wein mineralisch-reduktiv – ein faszinierender Kontrast zum oxidativen Ausbau, der zeigt, dass der Muschelkalk-Untergrund eine eigenständige mineralische Signatur in den Weißburgunder eingeschrieben hat. Gelbe Früchte verbinden sich mit nussigen Noten und einem dezenten Holzhauch zu einem Bouquet von bemerkenswerter Vielschichtigkeit. Am Gaumen zeigt sich der Schätzle Lehener Bergle Selektion Weißburgunder rassig und mineralisch, mit gut eingebundenem Holz und einer lebendigen Säure, die den Wein trotz des oxidativen Ausbaus fokussiert und präzise hält. Nussige und salzige Noten durchziehen den Gaumen – die Salzigkeit ist die Signatur des Muschelkalks, die Nussigkeit das Ergebnis der oxidativen Führung und der intensiven Bâtonnage. Ein feiner Schmelz verrät die regelmäßige Hefearbeit, doch die Selektion ist weniger schmelzig als opulent: leicht und filigran strukturiert, mit klarer Frische und subtiler Tiefe vom Muschelkalk bei nur 12,0 % Vol. Der Abgang ist lang und mineralisch, getragen von Salz, Nuss und einer feinen Kalksteinnote. Ein Wein von Weingut Schätzle – Lehener Bergle Selektion Weißburgunder, 100 % Weißburgunder, Erste Lage, 30 % Neuholz, oxidativ, ungeschönt, unfiltriert, Monopollage, Freiburg, Breisgau, Baden.
Speiseempfehlung
Die rassige Mineralität und die nussig-salzige Komplexität der Selektion machen diesen Weißburgunder zu einem Speisenbegleiter, der weit über die übliche Burgunder-Küche hinausgeht und die Tiefe und Struktur besitzt, auch anspruchsvollste Gerichte zu begleiten. Besonders eindrucksvoll harmoniert sie mit einem Kalbsrücken auf Morchelsauce, wo die nussigen Aromen und der feine Schmelz des Weins die erdigen Pilznoten aufnehmen und die lebendige Säure die Reichhaltigkeit der Sauce schneidet. Ebenso empfehlenswert ist die Kombination mit einem pochiertem Steinbutt auf Beurre noisette – eine geradezu ideale Paarung, bei der die nussige Oxidativnote des Weins die braune Butter am Teller spiegelt. Zu Jakobsmuscheln auf Selleriepüree mit Trüffel, einer Poularde in Champagnersahne oder einem Risotto mit weißem Trüffel und Parmesan entfaltet die Selektion ihre volle burgundische Tiefe. Gereifter Comté, ein cremiger Brillat-Savarin oder ein feiner Gruyère bilden einen würdigen Abschluss, bei dem die Salzigkeit des Muschelkalks und die nussige Komplexität des oxidativen Ausbaus die Cremigkeit des Käses aufnehmen. 100 % Weißburgunder von der Ersten Lage am Lehener Bergle, 30 % Neuholz, oxidativer Ausbau, ungeschönt und unfiltriert – die Quintessenz der Monopollage von Thomas Schätzle. Serviert bei etwa 10–12 °C.
- Typ
- Weisswein
- Land / Region
- Deutschland, Baden
- Rebsorten
- Weissburgunder
- Ausbau
- 11 Monate 70% gebrauchtes Barrique & 30% Neuholz
- Allergene
-
enthält Sulfite
- Alkohol-Gehalt
- 12,5%
- SKU
- P2423
- EAN
- Hersteller
- Thomas Schätzle
- Adresse Weingut
- Weingut Bernhard Schätzle, Breisgauerstraße 52, D-79110 Freiburg
| Nährwertangaben | je 100 ml |
|---|---|
| Brennwert | 300 kJ / 72 kcal |
| Fett | <0,5g |
| davon gesättigte Fettsäuren | <0,5g |
| Kohlenhydrate | <0,5g |
| davon Zucker | <0,5g |
| Eiweiß | <0,5g |
| Salz | <0,5g |
| Zutaten | Trauben, Säureregulator: Weinsäure (L+), Antioxidationsmittel: Schwefeldioxid. |