Schätzle - Lehener Bergle SELEKTION Spätburgunder 2023

Schätzle - Lehener Bergle SELEKTION Spätburgunder 2023

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Thomas Schätzle
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Weingut
Das Weingut Schätzle liegt mitten im Ortskern von Freiburg-Lehen, in einem historischen Gebäude, dessen Geschichte bis ins 16. Jahrhundert zurückreicht – das ehemalige Weiherschloss. Bernhard Schätzle gründete den Betrieb 1977 aus einem kleinen Landwirtschaftsbetrieb seiner Familie heraus, der sich bereits seit 7 Generationen im Familienbesitz befindet. Heute verantwortet Thomas Schätzle, der Sohn des Gründers, die Weine im Keller und hat dem Weingut eine qualitätsorientierte Handschrift verliehen. Das Weingut Schätzle ist der einzige Anbieter der Einzellage Lehener Bergle in Freiburg – einer Monopollage, deren Weinbaugeschichte bis ins 13. Jahrhundert zurückreicht und deren Lösslehm- und Muschelkalkböden schon seit dem Mittelalter für den Burgunder-Anbau geschätzt werden. Das Lehener Wappen zeigt über dem schwarzen L ein rotes Winzermesser – ein Hinweis auf die große Lehener Rotweintradition, die Thomas Schätzle mit der Selektion Spätburgunder in ihrer anspruchsvollsten Form fortsetzt. Die Selektion Spätburgunder ist die Erste Lage beim Rotwein: Thomas Schätzle wählt die besten Fässer des Jahrgangs, vergärt offen auf der Maische und baut 23 Monate auf der Hefe in gebrauchten Barriques aus – mit Korken und Wachs verschlossen, für die Lagerung gemacht. Der Schätzle Lehener Bergle Selektion Spätburgunder ist 100 % Spätburgunder von der Ersten Lage am Lehener Bergle, 23 Monate Barrique, offene Maischegärung – ein klassischer Burgunder von der Monopollage in Freiburg.

Lage
Die Spätburgunder Trauben für die Selektion stammen von der Ersten Lage am Lehener Bergle – der besten Parzelle innerhalb der Monopollage im Freiburger Stadtteil Lehen. Das Lehener Bergle ist eine 500 m breite und 1,5 km lange Erhebung, die sich rund 30 m über die Ebene erhebt. Die geologische Struktur der Ersten Lage ist für den Spätburgunder entscheidend: Schwere Lehmschichten liegen als Auflage über einem Muschelkalk-Grundgestein – eine Kombination, die dem Pinot Noir Präzision, mineralische Tiefe und feine Struktur verleiht. Der Muschelkalk als geologisches Fundament steuert eine steinige Mineralität und eine belebende Säurestruktur bei, die den Spätburgunder filigran und elegant hält – genau jene Eigenschaften, die einen großen Burgunder von einem einfachen, fruchtbetonten Rotwein unterscheiden. Die schweren Lehmschichten darüber speichern Wärme und Feuchtigkeit und bieten dem Spätburgunder den Körper und Extraktreichtum, der die 23-monatige Barriquereifung tragen kann. Das Klima in Freiburg gehört zu den wärmsten in ganz Deutschland: Die geschützte Lage in der Oberrheinischen Tiefebene und die Sonneneinstrahlung des Breisgaus ermöglichen dem Spätburgunder eine vollständige phenolische Reife, die in kühleren deutschen Anbaugebieten nicht immer erreicht wird. Die Kombination aus den schweren Lehmschichten über Muschelkalk-Grundgestein, der Ersten Lage am Lehener Bergle und der Monopolstellung verleiht dieser Selektion ihren charaktervollen Charakter – filigrane Eleganz und Muschelkalkmineralität, Breisgau, Baden.

Herstellung
Thomas Schätzle vinifiziert die Selektion Spätburgunder als klassischen Burgunder, der für die Lagerung gemacht ist – eine Ambition, die sich in jedem Schritt der Vinifikation widerspiegelt. Die Spätburgunder Trauben werden von Hand gelesen, und nur die besten Fässer des Jahrgangs werden für die Selektion ausgewählt. Die offene Maischegärung ist ein bewusster burgundischer Ansatz: In offenen Gärständern vergärt der Most auf den Schalen, was eine besonders schonende Extraktion von Farbe, feinen Tanninen und aromatischer Komplexität ermöglicht, da die Kohlensäure frei entweichen kann und der Tresterhut regelmäßig händisch untergestoßen wird. Anschließend reift die Selektion 23 Monate auf der Hefe in gebrauchten Barriques – fast 2 Jahre, in denen sich durch die Autolyse der Hefezellen die hefigen, brotigen Noten entwickeln, die diesem Spätburgunder seine charakteristische Tiefe verleihen. Die gebrauchten Barriques ohne Neuholzanteil prägen den Wein nicht mit Vanille oder Toast, sondern ermöglichen eine sanfte Mikrooxidation, die die Tannine schleift und die Frucht rundet, ohne den burgundischen Charakter zu überlagern. Der Verschluss mit Korken und Wachs unterstreicht den Lagerwein-Anspruch. Offene Maischegärung, 23 Monate auf der Hefe in gebrauchten Barriques und Wachsversiegelung entwickeln einen Spätburgunder von burgundischer Finesse und Lagerpotenzial – Thomas Schätzle, Weingut Schätzle, Lehener Bergle, Freiburg, Breisgau.

Verkostungsnotiz
Im Glas zeigt sich die Selektion Spätburgunder in einem hellen, transparenten Rubinrot mit leicht granatroten Reflexen – eine Farbgebung, die den burgundischen Ansatz von Thomas Schätzle sofort signalisiert: keine Überextraktion, keine deckende Farbe, sondern die klassische Transparenz eines Pinot Noir, durch den man lesen kann. In der Nase entfaltet sich ein beeriges Bouquet mit Traubennoten und saurer Kirsche, ergänzt durch Kräuter und eine hefige Prägung von der langen, 23-monatigen Hefelagerung. Am Gaumen präsentiert sich der Schätzle Lehener Bergle Selektion Spätburgunder mit lang anhaltender saurer Kirsche – jener Aromatik, die große Pinot Noirs von der Côte de Nuits ebenso auszeichnet wie die besten Spätburgunder Deutschlands. Der Wein ist mineralisch und zeigt eine blutige, fast fleischige Note, die den Muschelkalk-Untergrund der Ersten Lage widerspiegelt und dem Spätburgunder eine erdig-steinige Tiefe verleiht. Die Tannine sind leicht und angenehm – ein Ergebnis der offenen Maischegärung und der langen Reifung in gebrauchten Barriques ohne Neuholz, die den Gerbstoff seidig geschliffen hat. Die belebende Säure hält den Wein filigran und elegant und verleiht ihm jene Spannung, die einen Lagerwein auszeichnet. Mit der Zeit wird dieser Spätburgunder zusätzliche Komplexität entwickeln. Der Abgang ist lang, mineralisch und von saurer Kirsche, Kräuterwürze und einer feinen Blutigkeit getragen. Ein Wein von Weingut Schätzle – Lehener Bergle Selektion Spätburgunder, 100 % Spätburgunder, Erste Lage, offene Maischegärung, 23 Monate Barrique, Korken und Wachs, Monopollage, Freiburg, Breisgau, Baden.

Speiseempfehlung
Die filigrane Eleganz und die blutig-mineralische Tiefe der Selektion Spätburgunder machen diesen Lagerwein zu einem Begleiter, der die feinste Küche verlangt und mit seiner burgundischen Finesse Gerichte adelt, die einen klassischen Pinot Noir erfordern. Besonders eindrucksvoll harmoniert er mit einem Bœuf Bourguignon, wo die saure Kirsche und die Kräuternoten des Spätburgunders die Schmorsauce aufnehmen und die feinen Tannine die seidige Textur des langsam gegarten Rindfleisches spiegeln. Ebenso empfehlenswert ist die Kombination mit einer Entenbrust auf Kirschsauce, einem Kalbsfilet auf Steinpilzragout oder einer Perlhuhnbrust auf Linsen mit Speck. Zu einem Coq au Vin, geschmortem Kaninchen mit Thymian oder einem Rehrücken mit Preiselbeeren entfaltet die Selektion ihre filigrane, burgundische Seite. Gereifter Époisses, ein feiner Chaource oder ein Brillat-Savarin bilden einen kongeniale Abschluss, bei dem die blutige Mineralität und die hefige Komplexität des Spätburgunders die Cremigkeit des Käses aufnehmen. 100 % Spätburgunder, offene Maischegärung, 23 Monate in gebrauchten Barriques, Korken und Wachs – ein klassischer Burgunder von der Monopollage Lehener Bergle für die Lagerung gemacht. Serviert bei etwa 14–16 °C.