Schätzle - Lehener Bergle SELEKTION Grauburgunder 2024

Schätzle - Lehener Bergle SELEKTION Grauburgunder 2024

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Thomas Schätzle
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Weingut
Das Weingut Schätzle liegt mitten im Ortskern von Freiburg-Lehen, in einem historischen Gebäude, dessen Geschichte bis ins 16. Jahrhundert zurückreicht – das ehemalige Weiherschloss. Bernhard Schätzle gründete den Betrieb 1977 aus einem kleinen Landwirtschaftsbetrieb seiner Familie heraus, der sich bereits seit 7 Generationen im Familienbesitz befindet. Heute verantwortet Thomas Schätzle, der Sohn des Gründers, die Weine im Keller und hat dem Weingut eine qualitätsorientierte Handschrift verliehen, die in den Selektionsweinen ihren konzentriertesten Ausdruck findet. Das Weingut Schätzle ist der einzige Anbieter der Einzellage Lehener Bergle in Freiburg – einer Monopollage, deren Weinbaugeschichte bis ins 13. Jahrhundert zurückreicht. Neben dem Weißburgunder spielt der Grauburgunder eine zentrale Rolle im Sortiment und profitiert ebenso von den schweren Lehmschichten über Muschelkalk-Grundgestein, die das Lehener Bergle auszeichnen. Die Selektion Grauburgunder ist die Erste Lage des Hauses: Thomas Schätzle wählt die besten Fässer des Jahrgangs aus, baut sie mit 30 % Neuholz aus und füllt ungeschönt und unfiltriert ab – ein ausdrucksstarker Grauburgunder mit Tiefe und harmonischer Holznote, weit entfernt vom Grauburgunder-Mainstream. Der Schätzle Lehener Bergle Selektion Grauburgunder ist 100 % Grauburgunder von der Ersten Lage am Lehener Bergle, 11 Monate im Holzfass mit 30 % Neuholz, ungeschönt und unfiltriert – die Antwort auf die Frage, was Grauburgunder auf Muschelkalk leisten kann.

Lage
Die Grauburgunder Trauben für die Selektion stammen von der Ersten Lage am Lehener Bergle – der besten Parzelle innerhalb der Monopollage im Freiburger Stadtteil Lehen. Das Lehener Bergle ist eine 500 m breite und 1,5 km lange Erhebung, die sich rund 30 m über die Ebene erhebt. Die geologische Struktur der Ersten Lage ist entscheidend: Schwere Lehmschichten liegen als Auflage über einem Muschelkalk-Grundgestein – eine Kombination, die dem Grauburgunder Präzision, mineralische Tiefe und feine Struktur verleiht. Der Muschelkalk als geologisches Fundament steuert eine salzige Mineralität und eine dezente Säurestruktur bei, die den Grauburgunder fokussiert und lebendig hält – eine Eigenschaft, die bei einer Rebsorte, die zur Opulenz und Breite neigt, besonders wertvoll ist. Die schweren Lehmschichten darüber speichern Wasser und Nährstoffe und verleihen dem Grauburgunder jenen Körper und Extraktreichtum, der den langen Fassausbau und den 30-%-Neuholzanteil tragen kann. Das Klima in Freiburg gehört zu den wärmsten in ganz Deutschland: Die geschützte Lage in der Oberrheinischen Tiefebene und die Sonneneinstrahlung des Breisgaus ermöglichen dem Grauburgunder eine vollständige physiologische Reife und die Entwicklung seiner sortentypischen Aromatik. Die Kombination aus den schweren Lehmschichten über Muschelkalk-Grundgestein, der Ersten Lage am Lehener Bergle und der Monopolstellung verleiht dieser Selektion ihren charaktervollen Charakter – cremige Tiefe und Muschelkalkmineralität, Breisgau, Baden.

Herstellung
Thomas Schätzle vinifiziert die Selektion Grauburgunder als Erste Lage des Hauses mit demselben kompromisslosen Ansatz, der auch die Weißburgunder-Selektion auszeichnet. Die Grauburgunder Trauben werden von Hand gelesen und schonend verarbeitet. Nach der Vergärung werden die besten Fässer des Jahrgangs für die Selektion ausgewählt – eine Entscheidung, die Thomas Schätzle nach sorgfältiger Verkostung trifft und die sicherstellt, dass nur das Traubenmaterial in die Selektion eingeht, das die nötige Konzentration und Struktur für den aufwendigen Ausbau mitbringt. Die Selektion reift 11 Monate im Holzfass, davon 30 % Neuholz – neues Eichenholz, das dem Grauburgunder feine Tannine, eine dezente Würze und eine strukturgebende Holznote verleiht, die sich harmonisch in den Wein einfügt. Der Grauburgunder nimmt den Neuholzanteil anders auf als der Weißburgunder: Seine natürliche Fülle und der höhere Phenolgehalt der Rebsorte integrieren die Holzwürze geschmeidiger und erzeugen ein cremigeres, runderes Mundgefühl. Der Wein wird ungeschönt und unfiltriert abgefüllt – keine Klärmittel, keine Filtration, sodass die natürlichen Charakteristiken des Jahrgangs und die volle Komplexität erhalten bleiben. 11 Monate Holzfass mit 30 % Neuholz, Fasselektion und ungeschönte, unfiltrierte Abfüllung entwickeln einen Grauburgunder von cremiger Eleganz und mineralischer Tiefe – Thomas Schätzle, Weingut Schätzle, Lehener Bergle, Freiburg, Breisgau.

Verkostungsnotiz
Im Glas zeigt sich die Selektion Grauburgunder in einem satten Goldgelb, das die Farbdichte der Rebsorte und den 11-monatigen Ausbau mit 30 % Neuholz widerspiegelt. In der Nase entfaltet sich ein Bouquet, das den Grauburgunder in seiner tiefsten, vielschichtigsten Form zeigt: Noten von reifer Birne, gelber Pflaume und Quitte verbinden sich mit einer dezenten Würze aus dem Neuholz und einer nussigen, leicht rauchigen Tiefe zu einem Nasenbild, das sich vom fruchtbetonten Grauburgunder-Mainstream radikal absetzt. Am Gaumen präsentiert sich der Schätzle Lehener Bergle Selektion Grauburgunder cremig und elegant, mit feinem, gut eingebundenem Tannin vom Neuholz, das der Rebsorte eine strukturelle Dimension verleiht, die einfachen Grauburgundern fehlt. Die dezente Säure hält den cremigen Körper in Balance und bewahrt dem Wein eine Frische, die der Muschelkalk-Untergrund der Ersten Lage beisteuert. Die Fruchtigkeit ist ausgewogen und elegant eingebunden – kein vordergründiges, exotisches Aromenspektrum, sondern eine reife, zurückhaltende Frucht, die sich dem Gesamtbild unterordnet. Die harmonische Balance zwischen Würze, Frucht und Struktur ist das Ergebnis der sorgfältigen Fassselektion und der ungeschönten, unfiltrierten Abfüllung, die dem Wein seine volle Textur und Komplexität bewahrt. Der Abgang ist lang und würzig, getragen von Nuss, dezenter Holzwürze und einer feinen salzigen Mineralität. Ein Wein von Weingut Schätzle – Lehener Bergle Selektion Grauburgunder, 100 % Grauburgunder, Erste Lage, 30 % Neuholz, ungeschönt, unfiltriert, Monopollage, Freiburg, Breisgau, Baden.

Speiseempfehlung
Die cremige Eleganz und die harmonische Holznote der Selektion Grauburgunder machen diesen Erste-Lage-Wein zu einem Speisenbegleiter, der gehaltvollere, aromatischere Gerichte verlangt als ein konventioneller Grauburgunder und mit seiner Struktur und Tiefe auch zu kräftiger Küche eine eigenständige Rolle übernimmt. Besonders eindrucksvoll harmoniert er mit einem Kalbsschnitzel an Zitronenbutter und Kapern, wo die cremige Textur und die dezenten Tannine des Grauburgunders die Buttersauce aufnehmen und die salzige Mineralität die Kapern spiegelt. Ebenso empfehlenswert ist die Kombination mit einer Seezunge Müllerin, einem Risotto mit Steinpilzen und Parmesan oder einer Poularde in Rahmsauce mit Estragon. Zu einer Quiche mit Gruyère und karamellisierten Zwiebeln, gegrilltem Spargel mit Sauce hollandaise oder einem Flammkuchen mit Speck und Munsterkäse entfaltet die Selektion ihre cremig-würzige Seite. Auch zu einem gereiften Munster, einem Epoisses oder einer Platte mit nussigem Comté und Walnüssen zeigt dieser Grauburgunder, dass Thomas Schätzle einen Grauburgunder erzeugt, der sich mit den besten Pinot Gris aus dem Elsass und dem Burgund messen kann. 100 % Grauburgunder von der Ersten Lage am Lehener Bergle, 30 % Neuholz, ungeschönt, unfiltriert und die volle Komplexität der Monopollage von Thomas Schätzle. Serviert bei etwa 10–12 °C.