Weingut
Die gemeinnützige Stiftung Juliusspital in Würzburg wurde 1576 vom Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn gegründet, und seit über 445 Jahren tragen die Erlöse des Weinguts zur Finanzierung der sozialen Arbeit der Stiftung bei. Mit rund 180 Hektar Betriebsfläche ist das Juliusspital das zweitgrößte Weingut Deutschlands und erstreckt sich über 100 km Luftlinie quer durch ganz Wein-Franken. Die Reben stehen auf der fränkischen Trias – einer 3-teiligen Gesteinsformation aus Muschelkalk, Keuper und Buntsandstein, die unter den deutschen Weinanbaugebieten einzigartig ist. Als VDP-Mitglied legt das Juliusspital größten Wert auf behutsamen Umgang mit der Natur: bewusst begrenzter Ertrag, optimales Bodenmanagement und ein intaktes Ökosystem im Weinberg. Im ältesten Weinkeller Würzburgs, der seit 1576 besteht, reifen die Weine in über 200 Holzfässern. Neben den renommierten Stillweinen hat sich das Juliusspital mit seinen traditionell flaschengereiften Sekten ein zweites Standbein aufgebaut. Der Juliusspital Rosé Brut Sekt b.A. vereint die typische Champagnertraube Pinot Meunier mit Spätburgunder – 2 rote Rebsorten, die auf den Muschelkalkböden Frankens eine eigenständige, fruchtig-frische Stilistik entwickeln.
Lage
Die Pinot Meunier und Spätburgunder Trauben für den Rosé Brut stammen aus den Weinbergen des Juliusspitals auf den typischen Muschelkalkböden Frankens. Der Muschelkalk ist das geologische Herzstück des fränkischen Weinbaus und verleiht auch den Rotweinrebsorten eine ausgeprägte Mineralität und Säurestruktur, die für die Sektbereitung ideale Voraussetzungen schafft. Die Wahl des Pinot Meunier – des Schwarzrieslings – als Hauptrebsorte ist bemerkenswert: Diese Champagnertraube bringt eine fruchtige Rundheit und Zugänglichkeit in den Sekt, die sie in der Champagne zum unverzichtbaren Bestandteil vieler großer Cuvées macht. Der Spätburgunder ergänzt die Assemblage mit Struktur, Farbtiefe und einer feineren Beerenfrucht. Das fränkische Klima mit warmen Sommern und kühlen Nächten fördert eine gleichmäßige Ausreifung beider Rebsorten, während die Temperaturamplitude die lebendige Säure bewahrt, die ein Brut-Rosé-Sekt benötigt. Die bewusst begrenzten Erträge im Weinberg konzentrieren die Aromen und liefern Grundweine von natürlicher Dichte. Die Kombination aus den Muschelkalkböden Frankens, dem kontinentalen Klima und der Pinot Meunier-Spätburgunder-Assemblage verleiht diesem Rosé Brut seinen charaktervollen Charakter – fruchtige Frische und Muschelkalkmineralität, Franken, Sekt b.A.
Herstellung
Das Team des Juliusspitals vinifiziert den Rosé Brut im traditionellen Verfahren der klassischen Flaschengärung – der Méthode champenoise – mit der Sorgfalt, die ein Weingut mit über 445 Jahren Geschichte mitbringt. Aus den Pinot Meunier und Spätburgunder Trauben wird zunächst ein hochklassiger Rosé-Grundwein erzeugt, der die aromatische und strukturelle Basis für den späteren Sekt bildet. Bei der 2. Gärung in der Flasche entsteht die natürliche Kohlensäure, die dem Rosé seine feine, langanhaltende Perlage verleiht. Während der Hefereifung in der Flasche entwickeln sich durch die Autolyse der Hefezellen die eleganten Aromen, die diesen Rosé über einfache Fruchtigkeit hinaus komplex wirken lassen. Eine Besonderheit des Juliusspitals: Die Sekte werden mehrmals im Jahr frisch degorgiert und sind daher zum Zeitpunkt des Angebots in der idealen Trinkreife – sie schmecken innerhalb des Jahres nach dem Degorgieren am besten. Nach monatelanger Reifung wird die Feinhefe abgerüttelt und der Sekt degorgiert. Die Brut-Dosage hält den Rosé frisch und lebendig. Traditionelle Flaschengärung, Hefereifung und frisches Degorgieren entwickeln einen Rosé Sekt von lebendiger Frucht und mineralischer Frische – Juliusspital, Muschelkalk, Franken, 11 % Vol.
Verkostungsnotiz
Im Glas zeigt sich der Juliusspital Rosé Brut in einem einladenden Rosaton mit feiner, lebendiger Perlage, die die traditionelle Flaschengärung und das Hefelager widerspiegelt. In der Nase entfaltet sich eine feine Aromatik von Johannisbeeren und Rhabarber – 2 Aromen, die dem Rosé eine ungewöhnlich eigenständige, fast fränkisch-regionale Note verleihen und ihn von den klassischen Erdbeer-Himbeer-Profilen anderer Rosé-Sekte absetzen. Zartduftende Nuancen von Flieder ergänzen das Nasenbild mit einer floralen Eleganz, die den Pinot Meunier und den Spätburgunder von den Muschelkalkböden Frankens widerspiegelt. Am Gaumen präsentiert sich der Juliusspital Rosé Brut Sekt lebendig und mit fruchtig-frischem Geschmack, der sofort Trinkfreude auslöst. Der Pinot Meunier steuert die saftige Rundheit und Zugänglichkeit bei, während der Spätburgunder dem Rosé Struktur und eine dezente Beerenfrucht gibt. Die Muschelkalkmineralität schimmert auch im Rosé als feine Salzigkeit durch und verleiht dem Sekt ein Rückgrat, das über einfache Fruchtigkeit hinausgeht. Die Brut-Dosage hält den Rosé schlank und animierend. Der Abgang ist mittellang und frisch, getragen von Johannisbeere, Rhabarber und einer feinen mineralischen Note. Ein Wein von Juliusspital – Rosé Brut Sekt b.A., Pinot Meunier und Spätburgunder, traditionelle Flaschengärung, Muschelkalk, Franken.
Speiseempfehlung
Die lebendige Fruchtigkeit und die florale Frische des Juliusspital Rosé Brut machen diesen fränkischen Rosé-Sekt zu einem einladenden Aperitif, der dank seiner Pinot Meunier-Spätburgunder-Assemblage aber auch leichte Speisen mit Charme begleitet. Besonders harmonisch zeigt er sich zu Lachs-Tartar mit rosa Pfeffer und Limette, wo die Johannisbeer- und Rhabarberaromen des Sekts die Gewürze aufnehmen und die lebendige Perlage den Fisch belebt. Ebenso empfehlenswert ist die Kombination mit Vitello Tonnato, Bruschetta mit Burrata und Kirschtomaten oder einem Carpaccio vom Wolfsbarsch mit Zitrus und Olivenöl. Zu einer Quiche mit Ziegenkäse und roten Zwiebeln, gegrillten Garnelen mit Kräuterbutter oder einem sommerlichen Salat mit Erdbeeren und Rucola entfaltet der Rosé Brut seine einladende, unkomplizierte Art. Auch zu mildem Weichkäse wie Chaource, einem fränkischen Flammkuchen oder zu Desserts mit Rhabarber und roten Beeren zeigt dieser Rosé seine vielseitige Einsatzbereitschaft. Pinot Meunier und Spätburgunder von Muschelkalk, traditionelle Flaschengärung und die über 445-jährige Weinbautradition des Juliusspitals in Würzburg. Serviert bei etwa 6–8 °C.
- Typ
- Sekt
- Land / Region
- Deutschland, Franken
- Rebsorten
- Schwarzriesling
- Ausbau
- Klassische Flaschengärung
- Allergene
-
enthält Sulfite
- Alkohol-Gehalt
- 11,0%
- SKU
- 2026
- EAN
- Hersteller
- Juliusspital
- Adresse Weingut
- Juliusspital Weingut Würzburg, Klinikstraße 1, 97070 Würzburg