Balbaina - Viña Corrales Fino

Balbaina - Viña Corrales Fino

Normaler Preis
€31,50
Sonderpreis
€31,50
Normaler Preis
Ausverkauft
Einzelpreis
 0,75L | €42,00pro L
inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten

Weingut
Viña Corrales entstand 2017, als Peter Sisseck und Carlos del Rio – bekannt durch die Kultweingüter Hacienda del Monasterio und Montecastro im Ribera del Duero – das traditionsreiche Sherry-Weingut San Francisco Javier in Jerez erwarben. Der Einstieg zweier renommierter Rotwein-Produzenten in die Welt des Sherry war ein Signal, das in der Weinwelt aufhorchen ließ und das enorme Potenzial von Jerez als Herkunft für eigenständige, terroirgetriebene Weine unterstreicht. Mit dem Kauf übernahmen Sisseck und del Rio 2 herausragende Einzellagen: den Pago Balbaina mit 8 ha und den Pago Marchanudo mit 2 ha – beides historische Pagos, die zu den besten Lagen im gesamten Sherry-Dreieck zählen. Die Philosophie von Viña Corrales setzt auf Handwerk und Herkunft: Die Reifung erfolgt klassisch unter dem Hefeflor im traditionellen Solera-Verfahren, und die Flaschen werden noch von Hand abgefüllt. Peter Sisseck bringt seinen kompromisslosen Qualitätsanspruch aus dem Ribera del Duero nach Jerez und beweist damit, dass großer Fino nicht nur Tradition, sondern auch einen modernen, lagenorientierten Blick verdient. Der Viña Corrales Balbaina Fino ist das Aushängeschild dieses Projekts – ein Einzellagen-Fino von erstklassigen Kalkböden, handabgefüllt, aus dem Herzen von Jerez.

Lage
Die Palomino Fino Trauben für den Balbaina Fino stammen aus dem Pago Balbaina, einer der renommiertesten Einzellagen im Sherry-Dreieck zwischen Jerez de la Frontera, Sanlúcar de Barrameda und El Puerto de Santa María. Der Pago Balbaina umfasst 8 ha und liegt im westlichen Teil des Sherry-Gebiets, wo die Nähe zum Atlantik einen direkten Einfluss auf das Mikroklima ausübt: feuchte Westwinde, der sogenannte Poniente, sorgen für eine hohe Luftfeuchtigkeit, die das Wachstum des Hefeflors begünstigt und den biologischen Reifungsprozess des Finos entscheidend fördert. Der Boden des Pago Balbaina besteht aus erstklassigem Albariza – einem leuchtend weißen Kalkboden mit hohem Kreideanteil, der zu den besten Terroirs für Sherry weltweit gehört. Die Albariza absorbiert Feuchtigkeit in den Wintermonaten und speichert sie tief im Boden, wodurch die Palomino Fino Reben auch in den heißen, trockenen Sommern Andalusiens mit Wasser versorgt werden. Die Kalkböden verleihen dem Fino seine charakteristische Mineralität und die beeindruckende Salzigkeit, die Viña Corrales von Anfang an auszeichnet. Die Kombination aus dem Albariza-Kalkboden des Pago Balbaina, dem atlantischen Einfluss des Poniente und der Rebsorte Palomino Fino verleiht diesem Balbaina Fino seinen charaktervollen Charakter – mineralische Salzigkeit, Jerez, Einzellagen-Sherry.

Herstellung
Die Vinifikation des Balbaina Fino folgt den klassischen Prinzipien der Sherry-Bereitung, die Peter Sisseck und Carlos del Rio mit der gleichen Sorgfalt und Präzision umsetzen, die ihre Rotweinprojekte im Ribera del Duero auszeichnet. Nach der Lese und schonenden Pressung der Palomino Fino Trauben wird der Grundwein zunächst vergoren und anschließend auf etwa 15 % Vol. aufgespritet – gerade genug Alkohol, um die Entwicklung des Hefeflors zu ermöglichen, aber nicht so viel, dass er absterben würde. Der Hefeflor, eine natürliche Hefeschicht, die sich auf der Oberfläche des Weins bildet, schützt den Fino vor Oxidation und verleiht ihm seine charakteristischen Aromen von Hefe, Mandel und salziger Mineralität. Die Reifung erfolgt im traditionellen Solera-Verfahren, bei dem Fässer verschiedener Jahrgänge systematisch miteinander verschnitten werden – ein dynamisches Reifungssystem, das Konsistenz und Komplexität gleichermaßen gewährleistet. Die jüngeren Weine in der Criadera werden durch die älteren Jahrgänge in der Solera erzogen und gewinnen dabei an Tiefe und Vielschichtigkeit. Die Abfüllung erfolgt bei Viña Corrales noch von Hand, was den handwerklichen Charakter dieses Einzellagen-Finos unterstreicht. Biologische Reifung unter Hefeflor, Solera-Verfahren und Handabfüllung entwickeln einen Fino von feiner Komplexität und mineralischer Präzision – Peter Sisseck, Carlos del Rio, Viña Corrales, Pago Balbaina, Jerez.

Verkostungsnotiz
Im Glas präsentiert sich der Balbaina Fino in einem hellen, leuchtenden Strohgelb mit grünlichen Reflexen, die auf die biologische Reifung unter dem Hefeflor hindeuten und den Wein optisch sofort von oxidativ ausgebauten Sherrys unterscheiden. In der Nase entfaltet sich ein feines, komplexes Bouquet, das die Klasse des Pago Balbaina unmittelbar offenbart: Zarte Pfeffernoten und Anklänge von grüner Mandel verbinden sich mit angenehmen, leicht oxidativen Tönen von Kamille, getrocknetem Heu und einem Hauch Sauerteig. Dahinter schimmert eine maritime, jodige Komponente, die den atlantischen Einfluss auf den Pago Balbaina widerspiegelt und dem Nasenbild eine beeindruckende Salzigkeit verleiht. Am Gaumen bestätigt der Viña Corrales Balbaina Fino die Versprechen der Nase mit einer Präzision, die den Anspruch von Peter Sisseck und Carlos del Rio klar erkennen lässt. Die Textur ist schlank und schneidend, mit einer mineralischen Salzigkeit, die den Albariza-Kalkboden des Pago Balbaina am Gaumen erlebbar macht. Die Säure ist lebendig und fein ziseliert, trägt den Fino mit einer beeindruckenden Frische, die der biologischen Reifung unter dem Hefeflor zu verdanken ist. Der Abgang ist lang, trocken und geprägt von Mandel, Salz und einer feinen Pfefferwürze, die minutenlang nachklingt. Ein Wein von Viña Corrales – Einzellagen-Fino vom Pago Balbaina, Peter Sisseck und Carlos del Rio, biologische Reifung unter Hefeflor, Solera-Verfahren, handabgefüllt, Jerez.

Speiseempfehlung
Die beeindruckende Salzigkeit und die mineralische Frische des Balbaina Fino machen diesen Sherry zu einem der vielseitigsten Speisenbegleiter überhaupt – Fino ist in Jerez das Universalgetränk zu Tapas und gehört dort selbstverständlich an jeden gedeckten Tisch. Besonders eindrucksvoll harmoniert er mit Jamón Ibérico de Bellota, dessen nussige Fettigkeit von der Salzigkeit und Säure des Finos perfekt geschnitten wird. Ebenso klassisch ist die Kombination mit frischen Meeresfrüchten: Gambas al Ajillo, frittierte Boquerones, Pulpo a la Gallega oder frische Austern mit einem Spritzer Zitrone bilden mit dem Balbaina Fino eine geradezu ideale Paarung. Zu Salzmandeln, Oliven und Manchego entfaltet der Fino seine unkomplizierte, gesellige Seite, während er zu gehobenen Gerichten wie Seeteufel auf Safranrisotto oder Steinbutt mit Kapern-Beurre-noisette seine Komplexität und Tiefe zeigt. Auch zu japanischer Küche – Sashimi, Tempura oder Edamame mit Meersalz – überrascht dieser Fino mit seiner Vielseitigkeit. Mineralische Salzigkeit vom Albariza-Kalkboden, feine Komplexität aus dem Solera-Verfahren und die handwerkliche Präzision eines Einzellagen-Finos aus dem Pago Balbaina. Serviert bei etwa 6–8 °C.