Le Reysse, Bordeaux Médoc, Cabernet Sauvignon, Merlot, Cabernet Franc AOC, Weinflasche, weißes Etikett, Wappen-Illustration.

Chateau Le Reysse - Medoc 2016 Magnum

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Chateau le Reysse
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Weingut
Château Le Reysse ist ein verborgenes Juwel im nördlichen Médoc, das heute als Inbegriff moderner, handwerklicher Bordeaux-Kultur gilt. Hinter diesem Ausnahmeterroir steht der Kölner Winzer Stefan Paeffgen, der sich mit Leidenschaft, Präzision und Mut einen festen Platz in der Elite des Médoc erarbeitet hat. Seit rund einem Jahrzehnt führt er das Weingut mit kompromisslosem Qualitätsanspruch – ein Ansatz, der sich deutlich von den oft traditionsverhafteten Strukturen der Region unterscheidet. Paeffgens Weine verbinden die klassische Struktur großer Bordeaux mit einer unnachahmlichen Frische und Eleganz, die internationale Anerkennung findet. Auf Schönung und Filtration wird bewusst verzichtet, um die Reinheit des Terroirs zu bewahren – ein Bekenntnis zu Authentizität, das in einer Region voller konventioneller Kellertechnik auffällt. Mit nur rund 5 Hektar Rebfläche und über 50 Jahre alten Reben ist Château Le Reysse ein Garagenweingut im besten Sinne: klein, kompromisslos und mit einem Lagerpotenzial von 15 Jahren und mehr. Der Château Le Reysse ist ein unfiltrierter Médoc aus Spontangärung und 20 Monaten neuem Barrique – handwerklicher Bordeaux eines Kölner Winzers an der Gironde.

Lage
Das Weingut liegt im nördlichsten Teil des Médoc, direkt an der Gironde-Mündung – einer Region, in der die Reben vom milden, maritimen Klima profitieren, das der breite Mündungstrichter der Gironde erzeugt. Die tiefgründigen Kieslagen, teilweise durchzogen von Ton- und Kalkuntergrund, bieten ideale Bedingungen für den Anbau von Cabernet Sauvignon, Merlot und Cabernet Franc. Der Kies sorgt für eine hervorragende Drainage und zwingt die Wurzeln in die Tiefe, wo der Ton-Kalk-Untergrund Wasser und Mineralien liefert – dieselbe geologische Struktur, die auch die großen Appellationen des südlichen Médoc definiert. Die rund 5 Hektar Weinberge sind mit einer Dichte von 5.000–6.000 Rebstöcken pro Hektar bepflanzt. Die Reben sind über 50 Jahre alt und haben ein tiefreichendes Wurzelsystem entwickelt, das die mineralischen Signaturen des kiesreichen Terroirs intensiv in die Trauben überträgt. Alte Reben dieses Alters liefern auf natürliche Weise niedrige Erträge und konzentrierte Trauben mit komplexen Aromen. Die Kombination aus den tiefgründigen Kieslagen, dem Ton-Kalk-Untergrund und den über 50 Jahre alten Reben an der Gironde-Mündung verleiht diesem Château Le Reysse seinen charaktervollen Charakter – mineralische Spannung und Komplexität, nördliches Médoc, Bordeaux.

Herstellung
Stefan Paeffgen setzt bei der Vinifikation auf traditionelle Handarbeit und ein feines Gespür für die Eigenheiten jeder Parzelle innerhalb der 5 Hektar. Die Lese erfolgt sowohl maschinell als auch selektiv von Hand, um jedes Traubenlos im perfekten Reifestadium einzubringen. Die Vinifikation zieht sich über 33 Tage – ein außergewöhnlich langer Zeitraum, der eine intensive, aber schonende Extraktion von Farbe, Tannin und Aromen aus den Schalen der über 50 Jahre alten Reben ermöglicht. Paeffgen setzt dabei auf Spontangärung mit natürlichen Hefen, die das Terroir der Gironde-Mündung ungefiltert in den Wein übertragen und dem Médoc eine zusätzliche Komplexitätsebene verleihen. Anschließend reift der Wein 20 Monate in neuen Barriques aus französischer Eiche – ein hoher Neuholzanteil, der dem Wein dezente Zedernholz- und Röstnoten verleiht, ohne die Frucht zu dominieren, da die Konzentration der alten Reben genug Substanz mitbringt, um das neue Holz zu integrieren. Auf eine Schönung oder Filtration wird bewusst verzichtet, um die Reinheit des Terroirs zu bewahren. Spontangärung, 33 Tage Maischezeit, 20 Monate neues Barrique und unfiltrierte Abfüllung entwickeln einen Médoc von authentischem Charakter und großem Lagerpotenzial – Stefan Paeffgen, Château Le Reysse, nördliches Médoc, Bordeaux.

Verkostungsnotiz
Im Glas zeigt der Château Le Reysse ein tiefes Rubinrot mit purpurnen Reflexen, das die Konzentration der über 50 Jahre alten Reben und die 33-tägige Maischezeit eindrucksvoll signalisiert. In der Nase entfalten sich dichte Aromen von schwarzer Johannisbeere, Pflaume und Cassis, begleitet von feinen Noten von Zedernholz, Graphit, Tabak und dunkler Schokolade – ein klassisches Médoc-Bouquet, das die 20 Monate im neuen Barrique dezent, aber wirkungsvoll integriert. Am Gaumen wirkt der Château Le Reysse unglaublich präzise, konzentriert und harmonisch, getragen von festen, aber seidigen Tanninen, die die Spontangärung und die schonende Extraktion über 33 Tage widerspiegeln. Die Cabernet Sauvignon Komponente verleiht dem Wein Struktur und Tiefe, während der Merlot für Schmelz und Fruchtfülle sorgt und der Cabernet Franc eine florale Würze beisteuert. Ein Hauch von Eukalyptus und Mokka begleitet das lange, mineralisch geprägte Finale, das den Kies-Ton-Kalk-Boden der Gironde-Mündung ein letztes Mal bestätigt. Die unfiltrierte Abfüllung bewahrt die feinen Texturnuancen und die Authentizität dieses handwerklichen Médoc. Der hohe Tanningehalt und die vitale Säure versprechen ein großes Reifepotenzial über 15 Jahre und mehr. Ein Wein von Château Le Reysse – Spontangärung, 20 Monate neues Barrique, unfiltriert, Stefan Paeffgen, nördliches Médoc, Bordeaux.

Speiseempfehlung
Die konzentrierte Struktur und die seidigen Tannine des Château Le Reysse machen diesen Médoc zu einem hervorragenden Begleiter für gehaltvolle Fleischgerichte und die klassische französische Küche. Besonders eindrucksvoll harmoniert er mit gegrilltem Entrecôte oder Côte de Boeuf, wo die Cassis-Frucht und die Zedernholznoten des Weins die Röstaromen des Fleisches aufnehmen und die festen Tannine das Fett elegant schneiden. Ebenso empfehlenswert ist die Kombination mit Lammkoteletts mit Kräuterkruste, einem klassischen Boeuf Bourguignon oder geschmorter Hirschkeule mit Wacholder und Selleriepüree. Zu Trüffelrisotto entfaltet der Château Le Reysse seine Graphit- und Mokkanoten in einer aromatisch stimmigen Verbindung, und gereifter Comté oder alter Cheddar bilden einen würdigen Abschluss. Leicht dekantiert entfaltet der Wein sein volles Aromenspektrum – die unfiltrierte Abfüllung und das hohe Tanningerüst profitieren von 1–2 Stunden Belüftung in der Karaffe. Handwerklicher Bordeaux eines Kölner Winzers, Spontangärung, 20 Monate neues Barrique und das Reifepotenzial über 50 Jahre alter Reben an der Gironde. Serviert bei etwa 16–18 °C.