Kategorie: Burzi

Ein Enkel löst das Versprechen seines Großvaters ein

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    Alberto Burzi - Nebbiolo Langhe DOC Runcaja 2023
    Weingut Alberto Burzi, Piemont Langhe, Nebbiolo DOC, dunkle Flasche mit cremefarbenem Etikett, blauen Akzenten, kreisförmiger Illustration und Schriftzug
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    Alberto Burzi - Nebbiolo Langhe DOC Runcaja 2022
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    Alberto Burzi - Barolo Capalot Vecchie Viti DOCG 2019
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    Alberto Burzi - Barolo La Serra DOCG 2019
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  • Alberto Burzi - Barbera d ́Alba DOC Plaustra 2022
    Weingut Alberto Burzi, Piemont Alba, Barbera DOC, dunkle Flasche mit cremefarbenem Etikett, weinroten Akzenten, kreisförmiger Illustration und Schriftzug
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Fast 30 Jahre lang wanderten die Trauben aus den besten Lagen der Familie Burzi in fremde Flaschen, unter anderem zu Roberto Voerzio. Erst als Alberto Burzi sein Önologiestudium abschloss, löste er ein, wovon sein Großvater nie zu träumen gewagt hatte: einen eigenen Barolo unter dem Namen der Familie.

Auf einen Blick

Burzi ist ein junges Familienweingut in La Morra im Herzen des Barolo-Gebiets, geführt von den Geschwistern Alberto und Caterina Burzi. Ihr Großvater Luigi Roggero gehörte 1960 zu den 10 Gründungsmitgliedern der Genossenschaft Terre del Barolo, verkaufte seine Trauben jedoch jahrzehntelang an Zwischenhändler und später an renommierte Barolo-Erzeuger wie Silvio Grasso und Roberto Voerzio, ohne selbst je einen eigenen Wein abzufüllen. Erst 2012, nach seinem Abschluss in Weinbau und Önologie an der Universität Turin, übernahm Enkel Alberto Burzi im Alter von 26 Jahren die Familienweinberge und produzierte den ersten Jahrgang unter eigenem Namen. Seine Schwester Caterina, ausgebildete Sprachwissenschaftlerin, stieß 2018 hinzu und verantwortet seither Vertrieb und internationale Kommunikation. Das Weingut bewirtschaftet 7 Hektar Rebfläche, davon rund 6 Hektar Nebbiolo, verteilt auf mehrere geschichtsträchtige Parzellen in La Morra sowie eine kleine Fläche in Serralunga d'Alba, und 1 Hektar Barbera. Die Jahresproduktion liegt bei bewusst limitierten 20.000 bis 30.000 Flaschen. Favino.de führt Weine von Burzi aus La Morra im Sortiment.

Herkunft und Familie

Die Geschichte von Burzi beginnt mit den Großeltern Luigi Roggero und Maddalena Oberto, die auf ihrem Anwesen in La Morra neben Weinreben auch Haselnüsse und Obstbäume kultivierten, eine für die damalige Zeit typische Mischlandwirtschaft. Luigi gehörte 1960 zu den 10 Gründungsmitgliedern der Genossenschaft Terre del Barolo, die den Landbesitzern der Region mehr Kontrolle über den Verkauf ihrer Trauben zurückgeben sollte. Als er die Genossenschaft in den 1980er Jahren wieder verließ, begann er, seine Weinberge nach und nach an aufstrebende junge Barolo-Erzeuger zu verpachten, darunter auch Roberto Voerzio, der über viele Jahre die historische Parzelle Capalot bewirtschaftete. Obwohl Luigi selbst davon träumte, eines Tages einen eigenen Wein zu erzeugen, entschied er sich angesichts seiner beiden Töchter gegen die Gründung eines eigenen Weinguts, eine Entscheidung, die er heute vermutlich anders treffen würde, wie seine Enkel berichten. Alberto Burzi, der einen Großteil seiner Kindheit in den Weinbergen seiner Großeltern verbrachte, kehrte 2012 nach seinem Studium und mehreren Praktika, unter anderem im burgundischen Chassagne-Montrachet bei Jean-Claude Rateau sowie bei der Cantina Comunale di La Morra, in die Heimat zurück und übernahm die Familienweinberge. Kurz darauf schloss sich ihm seine Schwester Caterina an, die nach ihrem Sprachstudium zunächst kurz bei Oddero arbeitete, bevor sie 2018 fest ins Familienweingut einstieg.

Weinberge und Terroir

Das Weingut bewirtschaftet heute rund 7 Hektar Rebfläche, nahezu vollständig in La Morra gelegen, ergänzt durch eine kleine Parzelle im Nachbarort Serralunga d'Alba. Zu den wichtigsten Lagen zählen Rive auf rund 250 Metern Höhe, Roncaglie auf etwa 300 Metern sowie Rocchettevino auf 400 bis 450 Metern, mit Expositionen zwischen Ost und Südost. Historisches Herzstück des Betriebs ist die Parzelle Capalot, deren älteste Rebstöcke aus den 1940er und 1950er Jahren stammen und damit zu den ältesten noch produktiven Nebbiolo-Reben der gesamten Gemeinde zählen, ein lebendiges Erbe, das den daraus gekelterten Weinen außergewöhnliche Tiefe und Komplexität verleiht. Ergänzt wird das Portfolio durch Parzellen in der Lage La Serra, direkt gegenüber der berühmten Lage Brunate, deren Trauben perspektivisch für einen eigenständigen Lagen-Barolo vorgesehen sind. Die typischen kalkhaltigen Mergelböden von La Morra verleihen den Weinen eine elegante Struktur, feine Tannine und eine unverkennbare Frische. Die Kombination aus sonnigen Südost-Lagen und den kühlen Abendwinden der Region sorgt dabei für jene Balance zwischen Reife und Finesse, die als Markenzeichen der besten Baroli von La Morra gilt.

Stil und Philosophie

Alberto Burzi setzt konsequent auf minimale Eingriffe im Keller und maximale Sorgfalt im Weinberg, mit biologischer Bewirtschaftung, phasenweise ergänzt durch biodynamische Praktiken, handwerklichem Rebschnitt, einer sorgfältigen Guyot-Erziehung und ausschließlicher Handlese. Jede Parzelle wird getrennt vinifiziert, um ihren individuellen Charakter separat herauszuarbeiten, wobei die Maischestandzeiten je nach Wein deutlich variieren: Für den Langhe Nebbiolo Runcaja begnügt sich Burzi mit nur 5 bis 6 Tagen, um maximale Frische und Fruchtparfüm zu bewahren, während der klassische Barolo rund 15 bis 30 Tage und der Barolo Capalot Vecchie Viti aus den ältesten Reben sogar 30 bis 50 Tage Maischestandzeit erhält, um die balsamischen Noten der alten Rebstöcke voll zur Geltung zu bringen. Vergoren wird spontan in temperaturkontrollierten Edelstahltanks bei nie mehr als 29 Grad Celsius, der Ausbau erfolgt im großen, neutralen österreichischen Holzfass, bevor der Wein vor der Abfüllung noch einige Monate im Betontank zur Harmonisierung reift. Ziel dieser behutsamen, aber präzisen Vinifikation ist es, authentische Weine zu erzeugen, die Herkunft und Jahrgang klar und unverfälscht widerspiegeln, so wie es Alberto selbst formuliert: Wer ein Glas seines Barolo trinkt, soll darin Barolo, Langhe und La Morra schmecken.

Produktion und Charakter

Mit einer bewusst limitierten Jahresproduktion von rund 20.000 bis 30.000 Flaschen bleibt Burzi konsequent klein, Qualität steht dabei klar über Quantität. Diese handwerkliche Grundhaltung zeigt sich in jedem Detail des Betriebs, von der akribischen Rebarbeit bis zur zurückhaltenden Etikettengestaltung. Das Sortiment umfasst neben dem Barbera d'Alba Plaustra 3 unterschiedliche Nebbiolo-basierte Weine: den frischen, fruchtbetonten Langhe Nebbiolo Runcaja, den klassischen Barolo aus mehreren Parzellen sowie den konzentrierten Barolo Capalot Vecchie Viti aus den bis zu 70 bis 100 Jahre alten Rebstöcken der historischen Capalot-Parzelle. Die Weine überzeugen durch feine Aromatik von roten Früchten, Rosenblüten, Gewürzen und mineralischen Noten, gepaart mit einem präzisen, straffen Tanninprofil und langem Nachhall, wobei internationale Kritiker den Stil des Hauses immer wieder mit burgundischer Eleganz vergleichen. Auch der Barbera zeigt bei Burzi seine elegante Seite: saftig, lebendig und von bemerkenswerter Frische.

Warum Favino

Burzi passt hervorragend in das Favino-Sortiment, weil das Weingut eine der eindrücklichsten Geschichten der jüngeren Barolo-Generation erzählt: die eines Familienerbes, das über 3 Generationen hinweg gepachtet, aber nie eigenständig genutzt wurde, bis ein Enkel den Mut fand, es unter eigenem Namen zu vollenden. Die Kombination aus jahrzehntealten Rebstöcken in Toplagen wie Capalot und einer jungen, präzisen Winzerhandschrift macht die Weine des Hauses zu einem seltenen Fund: authentisch, terroirgeprägt und dabei erfrischend undogmatisch im Umgang mit Tradition. Für Favino steht Burzi damit exemplarisch für den neuen Geist des Barolo, handwerklich, bodenständig und zugleich voller Energie und Zukunft.

Häufig gestellte Fragen zu Burzi

Wo liegt das Weingut Burzi? Das Weingut liegt in La Morra im Herzen des Barolo-Gebiets im Piemont, mit dem Großteil der Rebflächen in der Ortschaft Santa Maria sowie einer kleinen Parzelle in Serralunga d'Alba.

Wer führt das Weingut Burzi? Das Weingut wird von den Geschwistern Alberto und Caterina Burzi geführt, Enkel der Gründer Luigi Roggero und Maddalena Oberto, die ihre Trauben jahrzehntelang an Dritte verkauften.

Seit wann produziert Burzi eigenen Wein? Alberto Burzi produzierte 2012, direkt nach seinem Önologiestudium in Turin, den ersten eigenen Jahrgang, nachdem die Familie zuvor generationenlang nur Trauben verkauft hatte.

Was ist die Parzelle Capalot? Capalot ist eine historische Nebbiolo-Parzelle der Familie Burzi mit teils bis zu 70 bis 100 Jahre alten Rebstöcken, die früher an Roberto Voerzio verpachtet war und heute die Basis für den konzentrierten Barolo Capalot Vecchie Viti bildet.

Wie groß ist die Jahresproduktion von Burzi? Das Weingut produziert bewusst limitiert rund 20.000 bis 30.000 Flaschen jährlich, verteilt auf Barbera, Langhe Nebbiolo und 2 unterschiedliche Barolo-Weine.

Wie wird der Barolo von Burzi ausgebaut? Nach spontaner Gärung im Edelstahltank reift der Wein im großen, neutralen österreichischen Holzfass, mit Maischestandzeiten von 15 bis 50 Tagen je nach Herkunftsparzelle, gefolgt von einer kurzen Reifephase im Betontank vor der Abfüllung.

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