Das Weingut Dr. Bürklin-Wolf in Wachenheim an der Weinstraße ist eines der bedeutendsten und traditionsreichsten Weingüter Deutschlands. Seit 1597 in Familienbesitz, vereint es über 4 Jahrhunderte Weinbaugeschichte mit einer konsequent biodynamischen Philosophie. Aus den wertvollsten Lagen der Mittelhaardt – in Forst, Wachenheim, Deidesheim und Ruppertsberg – entstehen trockene Rieslinge, die international zu den besten Weißweinen der Welt gezählt werden. Im 19. Jahrhundert erzielten Weine aus diesen Lagen höhere Preise als Premier-Cru-Bordeaux und Grand-Cru-Burgunder.
Bei Favino führen wir Dr. Bürklin-Wolf, weil dieses Weingut wie kaum ein zweites in Deutschland zeigt, was Riesling von Weltrang ausmacht: kompromisslose Herkunft, lebendige Böden und ein Ausbau, der das Terroir sprechen lässt statt es zu überlagern.
Dr. Bürklin-Wolf auf einen Blick
Dr. Bürklin-Wolf ist ein biodynamisch zertifiziertes Weingut (Biodyvin seit 2005, zertifiziert seit 2008) in Wachenheim an der Weinstraße, Pfalz. Das Weingut umfasst 85 Hektar Rebfläche, davon rund 60 Hektar Riesling. Es ist das größte familiengeführte Weingut Deutschlands in Privatbesitz. Inhaberin ist Bettina Bürklin-von Guradze, Kellermeister ist Nicola Libelli. Die Adresse lautet Weinstraße 65, 67157 Wachenheim. Dr. Bürklin-Wolf ist Mitglied im VDP (Verband Deutscher Prädikatsweingüter) seit 1910 und einziges deutsches Mitglied der französischen Biodyvin-Vereinigung. Die Vinothek im Englischen Garten ist Dienstag bis Sonntag geöffnet. Die aktuellen Bewertungen umfassen 5 Sterne im Vinum Weinguide 2025, 5 Sterne im Falstaff Weinguide 2025 und 5 Trauben im Gault&Millau Weinguide 2025.
Geschichte – Vom Stadtschreiber zum Spitzenweingut
Die Geschichte von Dr. Bürklin-Wolf beginnt 1597 mit dem Gründer Bernhard Bürklin, Stadtschreiber und späterer Bürgermeister von Wachenheim. Über Generationen hinweg baute die Familie das Gut zu einem der angesehensten Betriebe der Pfalz aus. Anfang des 19. Jahrhunderts gehörte Bürklin-Wolf bereits zur absoluten Spitze des deutschen Weinbaus. 1990 trat Bettina Bürklin-von Guradze, die älteste Tochter von Dr. Albert Bürklin, das Erbe an – und leitete eine Zeitenwende ein.
Gemeinsam mit ihrem damaligen Ehemann Christian von Guradze führte sie als eine der ersten in Deutschland eine Lagenklassifikation nach burgundischem Vorbild ein. Angelehnt an die Qualitätspyramide der Côte d'Or ordnete sie die Weine in die Kategorien Gutswein, Village, Premier Cru (P.C.) und Grand Cru (G.C.). Diese gutseigene Klassifikation orientierte sich dabei nicht nur am burgundischen System, sondern auch an der historischen königlich-bayerischen Lagenbewertung von 1828 – und kam zu einem nahezu identischen Ergebnis. Jahre bevor der VDP seine eigene Lagenklassifikation etablierte, hatte Bürklin-Wolf damit Maßstäbe gesetzt, die den gesamten deutschen Spitzenweinbau nachhaltig beeinflussten.
Philosophie – Biodynamie als Überzeugung
Der entscheidende Wendepunkt kam 2005, als Bettina Bürklin-von Guradze die gesamte Fläche von 85 Hektar auf biodynamische Bewirtschaftung umstellte – inspiriert von Nicolas Jolys Buch „Beseelter Wein" und begleitet von dem elsässischen Winzer Marc Kreydenweiss. Was zunächst auf 8 Hektar in Ruppertsberg erprobt wurde, überzeugte so rasch, dass die komplette Umstellung innerhalb von 4 Jahren erfolgte.
Im biodynamischen Weinbau von Bürklin-Wolf ersetzen Pferde die Maschinen in den steileren Parzellen. Eigene Kühe liefern den Dünger, der in Kuhhörnern vergraben und als biodynamisches Präparat auf die Weinberge ausgebracht wird. Die Böden sind nachweislich vitaler geworden, die Reben widerstandsfähiger, und die Weine zeigen eine deutlich größere Differenziertheit und Tiefe als vor der Umstellung.
Kellermeister Nicola Libelli – gebürtiger Italiener, der als Praktikant begann und sich zum Chefkellermeister hocharbeitete – verfolgt im Keller eine ebenso klare Linie: Spontanvergärung mit eigenen Hefen, warme Gärung bis zu 24 °C, Ausbau im großen Holzfass (Doppelstück), knochentrockener Ausbau. Die Premier-Cru-Weine erscheinen im Herbst des Folgejahres, die Grand-Cru-Weine erst im Frühjahr des übernächsten Jahres. Das Ergebnis sind Weine von außerordentlicher Klarheit, Reinheit und Komplexität, die zu den lagerfähigsten trockenen Rieslingen Deutschlands gehören.
Terroir – Die Mittelhaardt als Goldküste des Rieslings
Die Mittelhaardt gilt als das Herzstück der Pfalz und als eine der besten Riesling-Regionen der Welt. Am Ostrand des Pfälzerwaldes, geschützt vor Westwinden und begünstigt durch ein besonders warmes und trockenes Klima, reihen sich hier die berühmtesten Weinlagen Deutschlands aneinander: von Ruppertsberg im Süden über Deidesheim und Wachenheim bis nach Forst im Norden.
Die geologische Vielfalt ist dabei außerordentlich: Buntsandsteinverwitterung, Kalkmergel, vulkanischer Basalt, Lössablagerungen und Terrassenschotter bilden auf engstem Raum unterschiedlichste Bodenformationen. Es ist diese geologische Komplexität, die jedem Weinberg – manchmal jeder einzelnen Parzelle – einen unverwechselbaren Charakter verleiht.
Bürklin-Wolfs Klassifikation basiert auf diesen geologischen und klimatologischen Gegebenheiten und deckt sich fast vollständig mit der königlich-bayerischen Lagenbewertung von 1828.
Die Lagen im Detail
Forster Pechstein G.C. Der Forster Pechstein ist eine der legendärsten Riesling-Lagen Deutschlands. Sein Name leitet sich vom schwarzen Basaltgeröll ab – dem „Pechstein" –, das den Boden zusammen mit roter Buntsandsteinverwitterung, Kalkstein eines urzeitlichen Korallenriffs, sandigem Lehm und feinen Tonanteilen prägt. Die Lage ist nach Südosten ausgerichtet und steigt zum Waldrand hin an, auf einer Höhe von 120 bis 160 Metern über dem Meeresspiegel. Die hohe Sonneneinstrahlung und der Basaltanteil, der die Wärme tagsüber speichert und nachts wieder abgibt, bewirken eine besonders gleichmäßige Traubenreife. Gleichzeitig sorgt der hohe Ton- und Lehmanteil für eine exzellente Wasserspeicherkapazität, durch die Mineralien hervorragend erschlossen werden. Bürklin-Wolf besitzt 1,7 Hektar im Pechstein, gepflanzt 1978. Die Weine zeigen intensive Feuersteinnoten, rauchige Mineralität und eine dichte, fast dunkle Aromatik mit enormer Tiefe und Lagerfähigkeit.
Forster Ungeheuer G.C. Der Forster Ungeheuer – dessen Name nichts mit einem Fabelwesen zu tun hat, sondern vermutlich auf „ungeheuer gut" oder eine alte Flurbezeichnung zurückgeht – ist eine Lage von faszinierender Komplexität. Die Böden vereinen Basalt, Kalkstein, Buntsandsteingeröll, Sandstein und dichten Ton. Die Südost-Ausrichtung am Fuß des Haardtgebirges beschert den Reben ausreichend Sonne, während die kühleren Luftströmungen vom Wald herab für lebendige Säure sorgen. Die Tonschichten gewähren den Reben Zugang zu Wasser und Nährstoffen und verleihen den Weinen ihre charakteristische mineralische Tiefe. Bürklin-Wolf bewirtschaftet 0,9 Hektar im Ungeheuer, gepflanzt 1985. Regelmäßige Bewertungen von 95 bis 98 Punkten bei internationalen Kritikern belegen die herausragende Qualität dieser Lage.
Ruppertsberger Gaisböhl G.C. – Monopollage
Der Gaisböhl in Ruppertsberg ist eine der außergewöhnlichsten Lagen im Portfolio von Bürklin-Wolf – und eine Monopollage. Das bedeutet, dass das Weingut mit 7,55 Hektar alleiniger Besitzer dieses gesamten Weinbergs ist. Bereits in der königlich-bayerischen Klassifikation von 1828 wurde der Gaisböhl als Spitzenlage von Ruppertsberg eingestuft. Die reine Südlage bewirkt eine optimale Erwärmung des Buntsandsteingerölls, die mittlere Sommertemperatur liegt hier über 20 °C. Terrassenschotterablagerungen mit Tonflözen verleihen dem Gaisböhl-Riesling einen gewaltigen Körper und eine feine Säure. Der hohe Buntsandsteinanteil macht die Weine besonders langlebig. Die Rebstöcke wurden 1977 gepflanzt und sind damit fast 50 Jahre alt. Der Gaisböhl ist der burgundischste aller Bürklin-Wolf-Rieslinge: kraftvoll, strukturiert und von einer fast monumentalen Langlebigkeit.
Wachenheimer Gerümpel P.C.
Das Wachenheimer Gerümpel ist eine der spannendsten Premier-Cru-Lagen des Weinguts und ein echter Geheimtipp für Kenner. Die 13 Hektar große Wachenheimer Toplage wurde 1429 erstmals urkundlich erwähnt, Bürklin-Wolf bewirtschaftet 6,2 Hektar davon. Der Lagenname geht vermutlich auf einen Eigentümer namens „Grympel" im 15. Jahrhundert zurück oder spielt auf den teilweise krümeligen Lettenboden an. Das Gerümpel grenzt direkt an den berühmten Forster Pechstein, weshalb man im Weingut intern auch vom „kleinen Pechstein" spricht. Die Böden zeigen dementsprechend deutliche vulkanische Einflüsse vom Basalt, kombiniert mit rotem und gelbem Buntsandstein und Kalkmergel. Die Lage weist eine leichte Ostneigung auf und profitiert von häufigen fönartigen Winden, die für rasche Abtrocknung der Trauben und eine verlängerte Vegetationsphase sorgen.
Im Glas zeigt der Gerümpel-Riesling eine markante Feuersteinnote, rauchige Würze, Aromen von Grapefruit und Blutorange sowie eine ausgeprägte salzige Mineralität. Im Jahrgang 2022 wurde der Wachenheimer Gerümpel von Stephan Reinhardt (Robert Parker) mit 95 Punkten bewertet und von der FAZ zum Weißwein des Jahres 2023 gekürt. Das Reifepotenzial wird auf rund 20 Jahre geschätzt.
Wachenheim Riesling Village
Der Wachenheimer Village-Riesling ist eine Lagencuvée aus den klassifizierten Lagen der Gemeinde Wachenheim – hauptsächlich aus den Lagen Gaisböhl und Hoheburg. Als VDP.Ortswein repräsentiert er den typischen Charakter der Gemeinde: eine Mischung aus cremigem Mundgefühl, Noten von Golden Delicious und Pfirsich, rauchiger Mineralität und einer straffen, präzisen Säure. Der Village-Riesling bietet einen hervorragenden Einstieg in die Lagenwelt von Wachenheim und zeigt bereits auf dieser Stufe die biodynamische Handschrift des Weinguts.
Ruppertsberg Riesling Village
Auch der Ruppertsberger Village stammt ausschließlich aus klassifizierten Lagen in Ruppertsberg und vereint die charakteristischen Merkmale der Gemeinde. Geprägt von Buntsandstein und Terrassenschotter zeigen diese Weine eine satte, reife Frucht mit feiner Würze und einem tragenden, mineralischen Fundament.
Gutswein Riesling
Der Gutswein Riesling ist die tragende Säule des Sortiments und eine Cuvée aus Rieslinglagen aller 4 Gemeinden der Mittelhaardt: Wachenheim, Forst, Deidesheim und Ruppertsberg. Damit vereint er die gesamte geologische und klimatische Bandbreite des Bürklin-Wolf-Terroirs in einem einzigen Wein. Trotz seiner Position als Einstiegswein gehört er Jahr für Jahr zu den besten trockenen Gutsrieslingen Deutschlands – 2014 gewann er den BerlinGutsrieslingCup und verwies dabei unter anderem Kellers Gutsriesling auf Platz 2. Teilweise im Holzfass ausgebaut, bietet er für seinen Preis eine bemerkenswerte Komplexität und Tiefe, die den biodynamischen Ansatz des Weinguts bereits auf Basisniveau spürbar macht.
Weissburgunder
Neben dem alles dominierenden Riesling zeigt Bürklin-Wolf mit seinem Weissburgunder, dass auch der Pinot Blanc unter biodynamischer Bewirtschaftung in der Pfalz zu ausdrucksstarken, charaktervollen Weinen heranreift. Der Weissburgunder wird als VDP.Gutswein geführt und bietet eine attraktive Zitrusfrucht mit mittlerem Körper und feiner Struktur. Ein dezenter Holzton vom teilweisen Fassausbau unterstützt die Tiefe ohne die Frucht zu überdecken. Er ist eine ideale Ergänzung zum Riesling-Portfolio und ein vielseitiger Essensbegleiter zu Fisch, Geflügel, mediterraner Küche und mildem Käse.
Warum Bürklin-Wolf bei Favino?
Als kuratierter Bio-Weinshop in Köln-Ehrenfeld wählen wir unsere Weingüter nach Qualität, Authentizität und nachhaltiger Arbeitsweise aus. Dr. Bürklin-Wolf verkörpert all das auf höchstem Niveau: biodynamische Bewirtschaftung seit 2005, ein Lagenportfolio von historischer Bedeutung, Spontanvergärung und Ausbau im großen Holzfass, ein konsequenter Fokus auf trockenen Riesling – und die Überzeugung, dass gesunde Böden die Grundlage für große Weine sind. Die Tatsache, dass diese Philosophie nicht nur in den Grands Crus, sondern bereits im Gutswein und in den Village-Weinen schmeckbar ist, macht Bürklin-Wolf für uns zu einem idealen Partner.
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Häufige Fragen zu Dr. Bürklin-Wolf
Wer steckt hinter dem Weingut Dr. Bürklin-Wolf? Das Weingut Dr. Bürklin-Wolf wird seit 1990 von Bettina Bürklin-von Guradze geführt, der ältesten Tochter von Dr. Albert Bürklin. Das Weingut befindet sich seit seiner Gründung 1597 ununterbrochen in Familienbesitz. Kellermeister ist der gebürtige Italiener Nicola Libelli. Das Weingut ist Mitglied im VDP (Verband Deutscher Prädikatsweingüter) und einziges deutsches Mitglied der internationalen Biodyvin-Vereinigung.
Wo liegt das Weingut Dr. Bürklin-Wolf? Das Weingut liegt in Wachenheim an der Weinstraße in der Pfalz, im Herzen der Mittelhaardt. Die Rebflächen von 85 Hektar verteilen sich auf die 4 Gemeinden Wachenheim, Forst, Deidesheim und Ruppertsberg – den Kernbereich der besten deutschen Riesling-Lagen.
Was bedeuten G.C. und P.C. bei Bürklin-Wolf? G.C. steht für Grand Cru und bezeichnet die absoluten Spitzenlagen des Weinguts: Kirchenstück, Pechstein, Ungeheuer und Jesuitengarten in Forst, Hohenmorgen, Langenmorgen und Kalkofen in Deidesheim sowie Gaisböhl und Reiterpfad in Ruppertsberg. P.C. steht für Premier Cru und umfasst herausragende Einzellagen wie Wachenheimer Gerümpel, Böhlig, Rechbächel, Goldbächel, Altenburg und Ruppertsberger Hoheburg. Diese Klassifikation wurde ab 1990 im Weingut selbst eingeführt, in Anlehnung an das burgundische Modell und die königlich-bayerische Lagenbewertung von 1828.
Was ist eine Monopollage? Eine Monopollage ist ein Weinberg, der sich vollständig im Besitz eines einzigen Weinguts befindet. Bei Bürklin-Wolf ist der Ruppertsberger Gaisböhl mit 7,55 Hektar die bekannteste Monopollage. Auch das Wachenheimer Rechbächel ist eine Bürklin-Wolf-Monopollage.
Ist Bürklin-Wolf biodynamisch? Ja, das Weingut Dr. Bürklin-Wolf bewirtschaftet seit 2005 seine gesamte Rebfläche von 85 Hektar biodynamisch. Die Zertifizierung durch Biodyvin erfolgte 2008. Bürklin-Wolf ist damit das einzige deutsche Mitglied der Biodyvin-Vereinigung, der unter anderem auch Domaine Leflaive, Nicolas Joly und Zind-Humbrecht angehören.
Was ist besonders am Forster Pechstein? Der Forster Pechstein ist eine der berühmtesten Riesling-Lagen Deutschlands. Sein Name leitet sich vom schwarzen Basaltgeröll (Pechstein) ab, das den Boden zusammen mit Buntsandstein, Kalkstein und Ton prägt. Die Südost-Exposition und die Wärmespeicherung durch den Basalt sorgen für optimale Reife. Bürklin-Wolf besitzt 1,7 Hektar im Pechstein mit Rebstöcken von 1978. Der 2014er Pechstein G.C. gewann den BerlinRieslingCup.
Warum wird das Wachenheimer Gerümpel als „kleiner Pechstein" bezeichnet? Die Lage Wachenheimer Gerümpel grenzt direkt an den Forster Pechstein und weist ähnliche vulkanische Basalt-Einflüsse im Boden auf. Der 2022er Gerümpel P.C. erhielt 95 Punkte von Robert Parker und wurde von der FAZ zum Weißwein des Jahres 2023 gewählt. Trotz seiner Verwandtschaft zum deutlich teureren Pechstein ist der Gerümpel preislich deutlich zugänglicher.
Was ist der Ruppertsberger Gaisböhl? Der Gaisböhl in Ruppertsberg ist eine Monopollage im Alleinbesitz von Bürklin-Wolf mit 7,55 Hektar. Bereits 1828 wurde er von der bayerischen Klassifikation als Spitzenlage eingestuft. Die reine Südlage auf Buntsandsteingeröll mit Terrassenschotter und Tonflözen bringt kraftvolle, langlebige Rieslinge hervor. Die Reben wurden 1977 gepflanzt.
Wie unterscheiden sich Gutswein, Village, P.C. und G.C.? Der Gutswein Riesling ist eine Cuvée aus Lagen aller 4 Gemeinden der Mittelhaardt. Die Village-Weine stammen ausschließlich aus klassifizierten Lagen einer einzelnen Gemeinde (Wachenheim, Forst, Deidesheim oder Ruppertsberg). Die P.C.-Weine (Premier Cru) kommen von herausragenden Einzellagen und werden spontan im großen Holzfass vergoren. Die G.C.-Weine (Grand Cru) repräsentieren die historisch bedeutendsten Lagen und werden erst nach langer Reife freigegeben. Die Qualitätssteigerung ist fließend, und selbst der Gutswein zeigt bereits die biodynamische Handschrift des Weinguts.
Welche Rebsorten baut Bürklin-Wolf an? Von den 85 Hektar sind rund 60 Hektar mit Riesling bepflanzt – die klar dominierende Sorte. Ergänzt wird das Portfolio durch Weissburgunder (Pinot Blanc) sowie eine kleine Produktion von Sekt (Cuvée Brut). Die gesamte Klassifikation und das Lagenportfolio sind auf trockenen Riesling ausgerichtet.