Weingut Jurtschitsch, Kamptal, Riesling & Grüner Veltliner, dunkle Flasche mit hellem Etikett, blauer Pinselstrich-Illustration und Schriftzug "PERMSTEIN".

Jurtschitsch - Permstein 2024 BIO

Verkäufer
Jurtschitsch
Normaler Preis
€21,95
Sonderpreis
€21,95
Normaler Preis
Ausverkauft
Einzelpreis
 0,75L | €29,27pro L
inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten
BIO
NEU

Weingut
Das Weingut Jurtschitsch in Langenlois zählt zu den ältesten und stilbildendsten Familienbetrieben im Kamptal, mit einer Geschichte, die bis ins sechzehnte Jahrhundert zurückreicht. Unter der Führung von Alwin und Stefanie Jurtschitsch hat der Betrieb eine konsequent biodynamische Ausrichtung eingeschlagen, die den Weinberg als lebendiges Ökosystem begreift. Begrünungen, Kompostwirtschaft, Obstbäume und Kräuterpflanzungen zwischen den Rebzeilen fördern die Biodiversität und ersetzen chemisch-synthetische Mittel vollständig. Im historischen Naturkeller des Weinguts – einem der ältesten der gesamten Region – erfolgt der Ausbau mit minimalem Eingriff: Spontangärung, lange Hefelagerung und moderate Schwefelung sind hier Standard, nicht Ausnahme. Diese Philosophie verbindet altes Winzerwissen mit einem zeitgemäßen Verständnis von Herkunft und Nachhaltigkeit und hat Jurtschitsch zu einer Benchmark für terroirgetreue Weine aus dem Kamptal gemacht. Der Jurtschitsch Permstein vereint als Ortswein aus Zöbing zwei Rebsorten, die am Heiligenstein seit Jahrzehnten gemeinsam kultiviert werden – Riesling und Grüner Veltliner in einer Cuvée, die Tradition und biodynamische Präzision in sich trägt.

Lage
Die Trauben für den Permstein stammen aus den Weinbergen rund um Zöbing am Heiligenstein, einer der geologisch einzigartigsten Lagen im gesamten Kamptal. Zöbing hat sich durch seinen hohen Rieslinganteil in den kargen Bergweingärten schon vor Jahrzehnten von den umliegenden Weinorten unterschieden – eine Sonderstellung, die im Permstein ihren historischen Ausdruck findet. Der Riesling für diese Cuvée wächst auf hoch gelegenen, kargen Terrassenlagen am Heiligenstein, wo Vulkangestein aus dem Perm – die namensgebende geologische Formation – den Boden prägt und der Rebsorte eine ausgeprägte Mineralität und Spannung verleiht. Der Grüner Veltliner stammt vom Fuße des Heiligensteins, wo tiefgründigere, lösshaltige Böden der Rebsorte mehr Fülle, Saftigkeit und Fruchtschmelz ermöglichen. Diese Zweiteilung der Herkunft ist das Herzstück des Permstein: Riesling bringt Höhenlage, Kargheit und Nervigkeit ein, Grüner Veltliner steuert Körper, Frucht und Zugänglichkeit bei. Die biodynamische Bewirtschaftung beider Parzellen fördert ein vitales Bodenleben, das die mineralischen Signaturen der unterschiedlichen Standorte noch deutlicher hervortreten lässt. Die Kombination aus Riesling von den kargen Terrassenlagen des Heiligensteins, Grüner Veltliner vom lösshaltigen Fuß und der einzigartigen Perm-Geologie verleiht diesem Permstein seinen charaktervollen Charakter – geologische Tiefe, Kamptal, biodynamischer Ortswein.

Herstellung
Alwin Jurtschitsch vinifiziert den Permstein als gemeinsamen Feldverschnitt, wie er in Zöbing seit Generationen praktiziert wurde: Riesling und Grüner Veltliner werden am selben Tag sorgfältig von Hand gelesen und nach einer kurzen Maischestandzeit behutsam gemeinsam gepresst. Diese gemeinsame Verarbeitung beider Rebsorten von Beginn an unterscheidet den Permstein grundlegend von einer nachträglichen Cuvée im Keller – die Verschmelzung von Riesling und Grüner Veltliner geschieht bereits im Most und erzeugt eine Verbindung, die durch späteres Assemblieren nicht reproduzierbar wäre. Die Vergärung erfolgt spontan im neutralen Holzfass, ohne jegliche Temperaturkontrolle – ein bewusst riskanter Ansatz, der vollständiges Vertrauen in die natürlichen Hefen und die Qualität des Traubenmaterials voraussetzt. Anschließend reift der Wein über zehn Monate auf der Vollhefe im historischen Naturkeller des Weinguts, wodurch sich Textur, Komplexität und eine cremige Tiefe entwickeln, die über einfache Fruchtigkeit weit hinausgeht. Die unfiltrierte Abfüllung rundet diesen puristischen Kelleransatz ab und bewahrt die feinen Nuancen, die eine Filtration abschwächen würde. Der Jahrgang war geprägt von Spätfrost Ende April, einer frühen Blüte und einem warmen Sommer mit guter Niederschlagsverteilung, gefolgt von einer Hauptlese unter wechselhaftem Wetter, die intensive Selektion erforderte. Spontangärung im neutralen Holzfass, zehn Monate Vollhefereifung und unfiltrierte Abfüllung entwickeln einen Feldverschnitt von puristischer Klarheit und vielschichtiger Tiefe – Alwin und Stefanie Jurtschitsch, Kamptal, Zöbing am Heiligenstein.

Verkostungsnotiz
Im Glas zeigt sich der Permstein in einem hellen, leicht trüben Strohgelb – die unfiltrierte Abfüllung ist sichtbar und signalisiert sofort den naturnahen Ansatz dieses Kamptaler Ortswein. In der Nase verbinden sich die Charaktereigenschaften beider Rebsorten zu einem vielschichtigen Bouquet: Der Riesling bringt Noten von reifem Pfirsich, Limettenzeste und eine feine, steinige Mineralität mit, die an den Permgestein-Boden der Terrassenlagen am Heiligenstein erinnert. Der Grüner Veltliner steuert Anklänge von grünem Apfel, weißem Pfeffer und eine kräuterige Würze bei, die dem Nasenbild Breite und Zugänglichkeit verleiht. Dahinter schimmern Nuancen von Kamille, Bienenwachs und gerösteten Mandeln – ein Ergebnis der langen Vollhefereifung im neutralen Holzfass. Am Gaumen entfaltet der Jurtschitsch Permstein eine bemerkenswerte Balance zwischen Gehalt und Lebendigkeit: Die Textur ist cremig und dicht, getragen von der zehnmonatigen Hefelagerung, doch die Säure von Riesling und Grüner Veltliner hält den Wein straff und trinkanimierend. Die Mineralität beider Rebsorten verschmilzt am Gaumen zu einer salzigen, fast rauchigen Tiefe, die den geologischen Fingerabdruck des Heiligensteins widerspiegelt. Der Abgang ist lang und vielschichtig, geprägt von Steinobst, Kräuterwürze und einer feinen Bitternote, die zum nächsten Schluck einlädt. Ein Wein von Jurtschitsch – Feldverschnitt aus Riesling und Grüner Veltliner, Alwin und Stefanie Jurtschitsch, biodynamischer Ortswein, Zöbing am Heiligenstein, Kamptal.

Speiseempfehlung
Die Vielschichtigkeit und die cremige Struktur des Permstein machen diesen Riesling und Grüner Veltliner Feldverschnitt zu einem kulinarisch außergewöhnlich vielseitigen Begleiter, der sowohl europäische als auch asiatische Küche mit Leichtigkeit begleitet. Besonders eindrucksvoll harmoniert er mit einem Meeresfrüchterisotto, bei dem die mineralische Salzigkeit des Weins die Jodigkeit von Garnelen und Muscheln aufnimmt und die cremige Textur des Risottos spiegelt. Ebenso empfehlenswert ist die Kombination mit scharfem Gemüsecurry – die lebendige Säure und die Fruchttiefe des Permstein balancieren Chili-Schärfe und Kokosmilch gleichermaßen. Für die österreichische Küche eignet sich ein Tafelspitz mit Schnittlauchsauce oder gebratener Zander auf Erdäpfel-Gurken-Salat, wo die pfeffrige Würze des Grüner Veltliner Anteils die klassischen Aromen ergänzt. Auch zu gereiftem Hartkäse wie Bergkäse oder Comté, zu einer Quiche mit Lauch und Ziegenkäse oder zu geröstetem Blumenkohl mit Tahini und Granatapfel zeigt der Permstein seine Stärke als Essensbegleiter, der sich nie in den Vordergrund drängt. Biodynamischer Feldverschnitt, puristisch vinifiziert und unfiltriert abgefüllt, mit der geologischen Tiefe des Heiligensteins. Serviert bei etwa zehn bis zwölf °C.